Wärmepumpe

Filter

Wärmepumpe - Wärme direkt aus der Umwelt

Eine Wärmepumpe bezieht die Wärme direkt aus der Umwelt und gehört zu den Top-Systemen im Bereich der regenerativen Energien. Je nach Art der Wärmepumpe wird die Energie aus dem Grundwasser, dem Erdreich oder der Luft gewonnen. Egal, für welche Art Sie sich entscheiden, mit einer Wärmepumpe sparen Sie langfristig Geld, schonen die Umwelt und sind dank der erneuerbaren Energie nicht auf fossile Brennstoffe angewiesen. Hier erfahren Sie mehr zu den Kosten, weiteren Vorteilen und den Funktionsweisen der verschiedenen Wärmepumpen.

Viessmann Luft-Wasser Waermepumpe Vitocal 200-S
Viessmann Luft-Wasser Wärmepumpe Vitocal 200-S
© Viessmann Werke

Navigation

Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert diese?

Wenn es um regenerative Energien geht, dann ist die Wärmepumpe in aller Munde, doch was genau ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert diese eigentlich? Eine Wärmepumpe holt sich die Wärme für Ihr Haus direkt aus der Umwelt und nutzt dafür eine dieser Wärmequellen: das Grundwasser, die Luft oder das Erdreich. Um diese kostenlose Wärme nutzbar zu machen, wird für den Betrieb der Wärmepumpe Strom benötigt.

Das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe wird häufig mit dem eines Kühlschranks verglichen, nur das die Wärmepumpe umgekehrt funktioniert. Ein Kühlschrank entzieht seinem Innenraum die Wärme und gibt diese nach draußen ab. Bei einer Wärmepumpe ist es genau anders herum. Die Wärmepumpe entzieht dem Außenbereich die Wärme und gibt diese als Heizenergie, zum Beispiel durch eine Fußbodenheizung, an Ihr Haus ab.

Verschiedene Arten der Wärmepumpe?

Wenn Sie sich für Wärmepumpen interessieren, sollten Sie vor dem Kauf entscheiden, welche Art von Wärmepumpe für Ihr Eigenheim in Frage kommt. Der grundlegende Unterschied liegt in der Wärmequelle, die die Pumpe nutzt. Es wird zwischen Luft-, Wasser- und Erdwärmepumpen unterschieden.

Art der WärmepumpeErklärung
Brauchwasserwärmepumpe / WarmwasserwärmepumpeNutzt die Raumwärme (Luft) des Aufstellortes, um warmes Wasser bereit zu stellen.
Luft-Wasser-WärmepumpeDiese Wärmepumpen entziehen der Umgebungsluft die Wärme, um Ihr Gebäude zu beheizen.
ErdwärmepumpeMittels Erdsonde oder Erdkollektoren gewinnen diese Wärmepumpen aus dem Erdreich die Wärme.
Wasser-Wasser-WärmepumpeDiese Wärmepumpen nutzen das Grundwasser als Wärmequelle.

Was spricht für den Kauf einer Wärmepumpe?

Wärmepumpen nutzen für die Erwärmung Ihres Hauses kostenlose Umweltenergie, das bedeutet Sie sind nicht mehr auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas angewiesen. Durch das Sparen der Brennstoffe und der effizienten Technologie einer Wärmepumpe können Sie Ihre jährlichen Heizkosten deutlich senken. Viele Wärmepumpen haben einen zusätzlichen Vorteil: Die Räume können beheizt und gekühlt werden. Das ist natürlich gerade im Sommer ein interessanter Vorteil gegenüber anderen Heizsystemen. Ebenfalls sehr interessant ist der geringe Wartungsaufwand von Wärmepumpen.Durch das Heizen mit regenerativen Energien bleibt Ihnen der regelmäßige Besuch des Schornsteinfegers erspart, da keine schädlichen Emissionen von der Wärmepumpe ausgestoßen werden. Außerdem ist eine Wärmepumpe sehr platzsparend und es wird kein extra Lagerraum oder Tanks für den Brennstoff benötigt. Der Wartungsaufwand ist also wirklich recht gering, was sich auch positiv auf die Kosten auswirkt.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die Umweltfreundlichkeit der Wärmepumpe. Die Wärmepumpe arbeitet CO2-neutral und trägt somit einen Teil zum Klimaschutz bei.

Das Heizen mit fossilen Rohstoffen wird nicht nur immer teurer, sondern verursacht auch mehr Emissionen als das Heizen mit regenerativen Energien. Um unsere Umwelt so gut wie möglich zu schützen werden Gesetze, die das Freisetzen von schädlichen Emissionen betreffen immer strenger. Energetische Anforderungen für Häuser ebenso. Mit einer Wärmepumpe sind Sie auf der sicheren Seite. Alle Anforderungen an klimaneutrales Heizen werden bei diesem Heizsystem erfüllt. Die Wärmepumpe ist eine zukuftssichere Investition die sich auszahlt.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • unabhängig von fossillen Brennstoffen
  • sehr umweltschonend
  • Sie sparen langfristig Geld
  • wartungsarm
  • flexibel einsetzbar: heizen, warmwasser, kühlen
  • zukunftssicher
  • förderfähig

Kosten einer Wärmepumpe

Wenn man bei Wärmepumpen über Nachteile sprechen möchte, dann gelangt man schnell zu den hohen Anschaffungskosten. Das sollte Sie allerdings nicht allzu sehr abschrecken. Unter den richtigen Voraussetzungen vor Ort und der Möglichkeit eine staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen, lohnt sich die Investition in eine Wärmepumpe allemal. Hinzukommen die geringen Heizkosten und der Fakt, dass sich Wärmepumpen schon nach wenigen Jahren amortisieren.
Je nach Art der Wärmepumpe entstehen unterschiedlich hohe Kosten. Das hängt hauptsächlich von der Wärmequelle ab. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lässt sich fast überall ohne großen Aufwand installieren. Bei einer Erdwärmepumpe und einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist die Installation schon aufwendiger und es entstehen dadurch höhere Kosten. Hauptgrund dafür sind aufwendige Bohrungen und Verlegearbeiten im Erdreich. Die höheren Kosten sind allerdings auch mit einer höheren Effizienz verbunden, sodass sich auch diese Wärmepumpen relativ schnell amortisieren. Der Staat begrüßt den Kauf und die Nutzung einer Wärmepumpe und ist bereit die meisten Wärmepumpen zu fördern. So haben Sie die Möglichkeit den hohen Investitionskosten entgegen zu wirken. Für mehr Information zur staatlichen Förderung schauen Sie bitte in unseren Ratgeber an.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe

Eine Pflicht zur Wartung Ihrer Wärmepumpe besteht zwar nicht, aber wir empfehlen Ihnen dennoch die Wärmepumpe einmal im Jahr zu kontrollieren zu lassen. Der beste Zeitpunkt für die Wartung ist während der warmen Jahreszeit, wo die Wärmepumpe nicht so häufig im Betrieb ist.

Überlassen Sie die Wartung einem Fachmann, so können Sie sicher sein, dass die Wärmepumpe pünktlich zur Heizperiode auch einwandfrei funktioniert und Sie mit wohliger Wärme versorgt werden.

Wärmepumpen und im Besonderen die Luft-Wärmepumpen geben Strömungs- und Ventilator-Geräusche von sich, die teilweise als störend empfunden werden. In Deutschland dürfen bestimmte Richtwerte bei Immissionen von Lärm nicht überschritten werden. Diesen Punkt sollten Sie vor dem Kauf einer Wärmepumpe unbedingt berücksichtigen und auf den Schallleistungspegel achten.

Folgende Grenzwerte für Schallimmissionen gelten in Deutschland:

  • Kerngebiete, Mischgebiete, Dorfgebiete: Tags 60 dB(A), Nachts 45 dB(A)
  • allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete: Tags 55 dB(A), Nachts 40 dB(A)
  • reine Wohngebiete: Tags 50 dB(A), Nachts 35 dB(A)
  • Kurgebiete, Krankenhäuser, Pflegeanstalten: Tags 45 dB(A), Nachts 35dB(A)
  • innerhalb von Gebäuden gelten: Tags 35 dB(A), Nachts 25 dB(A)

Für genauere Informationen und als Hilfestellung gibt es den Leitfaden Schall. Dieser Leitfaden zur Installation von Wärmepumpen wurde vom Bundesverband Wärmepumpe e. V. (BWP) mit einigen Wärmepumpenherstellern zusammen erarbeitet.

In den Sperrzeiten wird Ihre Wärmepumpe nicht mit Strom versorgt und kann in diesen Zeiträumen somit auch keine Wärme produzieren. In der Regel bekommen Sie für Ihre Wärmepumpe einen vergünstigten Stromtarif, der allerdings mit den Sperrzeiten verbunden ist.

Eine Unterbrechung der Stromzufuhr für die Wärmepumpe kann in 24 Std. maximal 3 x 2 Std. erfolgen. Zwischen den Sperrzeiten muss der Betrieb mindestens so lang sein wie die vergangene Sperrzeit.

Um diese Sperrzeiten zu überbrücken, wird Wärme vorproduziert und in einem Pufferspeicher zwischengespeichert. Um nach einer Wärmepumpensperrzeit ausreichend Leistung zu haben, muss bei der Auslegung ein Sperrzeitfaktor für die Wärmepumpenleistung mit berücksichtigt werden.

Der Einsatz von Wärmepumpen ist am sinnvollsten bei sehr gut gedämmten Gebäuden wie Neubauten oder Niedrigenergiehäusern. Dort besteht eine geringe Vorlauftemperatur und Ihr Eigenheim kann somit besser beheizt werden.

Möchten Sie eine Wärmepumpe im Altbau nachrüsten, dann müssen Sie zusätzlich eine energieeffiziente Sanierung durchführen. Ansonsten ergibt eine Wärmepumpe nicht viel Sinn. Um eine Wärmepumpe wirtschaftlich und effizient nutzen zu können, müssen also bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden.

Die Technik, um die kostenlosen Energiequellen unserer Umwelt nutzen zu können, ist nicht gerade günstig in der Anschaffung. Klima und Umweltschutz sind heutzutage aber wichtige Aspekte und aus diesem Grund werden erneuerbare Energien vom Staat gefördert. Diese Förderungen machen es lohnenswert auf regenerative Energien im Strom- und Heizbereich zu setzen.

Fördermittel können sowohl beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wie auch bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden.

Bei der BAFA gibt es drei verschiedene Arten zur Förderung: Basis-, Innovations- und Zusatzförderung. In die Beurteilung fließen zum Beispiel die Art der Wärmepumpe und die Art des Gebäudes ein.

Die Förderungen der KfW unterscheiden sich zwischen Komplettsanierungen und einzelnen Maßnahmen wie den Einbau einer neuen Heizung. Sollten Sie eine Komplettsanierung mit einer Wärmepumpe planen, können Sie bestimmte KfW-Effizienzhaus-Standards erreichen.

Bei Wärmepumpen, die als Energiequelle die Außenluft nutzen, kann es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt passieren, das sich Eisschichten an der Außeneinheit bilden.

Wenn der Wärmetauscher vollständig mit Eis überzogen ist, wird der Wärmeübergang und die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe stark beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall führt dieser Vorgang zum Vereisen des Verdampfers bis zum völligen Verschluss der Lamellen, sodass keine Luft mehr durchströmen kann.

Doch warum ist das so? Die Außeneinheit entzieht der Luft die Wärme und kühlt diese noch weiter ab. Die Feuchtigkeit der Luft setzt sich in der gesamten Wärmepumpe ab. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bilden sich daraus Eisschichten.

Da sich dieser Vorgang bei Luftwärmepumpen im Winter nicht verhindern lässt, sind die Wärmepumpen mit einer automatischen Abtaufunktion ausgestattet. Der Wärmetauscher wird in periodischen Abtauphasen von der Eisschicht befreit. Die Abtauungsprozesse müssen in die Planung und Ausführung durch den Fachhandwerker mit einfließen.