Wärmepumpe Kosten 2026: Preise, Förderung und laufende Kosten

Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus 2026 inklusive Einbau meist zwischen 20.000 und 50.000 €. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei etwa 20.000 bis 35.000 €, eine Erdwärmepumpe mit Bohrung bei etwa 30.000 bis 50.000 €. Mit der KfW-Heizungsförderung sinkt der Eigenanteil je nach Fördersatz um 30 bis 80 % der förderfähigen Kosten, also um bis zu 22.400 €. Im Betrieb kostet eine Wärmepumpe in einem sanierten Haus mit Wärmepumpentarif rund 1.200 € Strom im Jahr.

In diesem Ratgeber sehen Sie, wie sich der Preis zusammensetzt, was eine Wärmepumpe für ein Haus mit 120 oder 150 m² kostet, wie viel nach der Förderung übrig bleibt und wie die laufenden Kosten im Vergleich zu einer Gasheizung aussehen. Alle Förderangaben haben den Stand nach der Reform vom 21. Juli 2026.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Komplettpreis: Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am günstigsten. Erdwärme und Grundwasser kosten wegen Bohrung oder Brunnen deutlich mehr, laufen dafür effizienter.
  • Förderung: Seit 21.07.2026 sind höchstens 28.000 € förderfähig. Der Zuschuss beträgt 30 bis 80 %, also bis zu 22.400 €.
  • Betrieb: Ob eine Wärmepumpe günstiger heizt als Gas, entscheiden vor allem Stromtarif und Vorlauftemperatur.

Was kostet eine Wärmepumpe? Preise nach Wärmepumpenart

Der größte Preisunterschied entsteht durch die Wärmequelle. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft und braucht keine Erdarbeiten. Bei Erdwärme und Grundwasser kommen Bohrung, Kollektorfeld oder Brunnen hinzu. Die folgenden Komplettpreise gelten für ein typisches Einfamilienhaus im Bestand und enthalten Gerät, Installation und Inbetriebnahme.

WärmepumpenartKomplettpreis inkl. Einbau (ca.)Typische Jahresarbeitszahl im BestandBesonderheit
Luft-Wasser-Wärmepumpe20.000 bis 35.000 €ca. 3,4Keine Erschließung nötig, am häufigsten verbaut
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Flächenkollektor25.000 bis 40.000 €ca. 4,3Braucht große freie Gartenfläche
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde30.000 bis 50.000 €ca. 4,3Bohrung muss genehmigt werden
Wasser-Wasser-Wärmepumpe30.000 bis 45.000 €abhängig vom BrunnenWasserrechtliche Erlaubnis und Wasseranalyse nötig

Die Jahresarbeitszahlen stammen aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE mit 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto weniger Strom braucht die Anlage für dieselbe Wärme. Ob sich der höhere Preis einer Erdwärmepumpe lohnt, hängt deshalb vom Wärmebedarf ab: Je mehr Wärme Ihr Haus braucht, desto schneller holt die bessere Effizienz die Mehrkosten wieder herein. Einen ausführlichen Vergleich der Systeme finden Sie im Ratgeber Wärmepumpen-Arten im Vergleich.

Woraus sich der Preis einer Wärmepumpe zusammensetzt

Das Gerät selbst macht oft nur etwa die Hälfte der Gesamtkosten aus. Der Rest entfällt auf Installation, Material, Erschließung und Umbauten im Haus.

KostenbestandteilKosten (ca.)Was dazugehört
Wärmepumpe (Gerät)8.000 bis 20.000 €Außen- und Inneneinheit bzw. Monoblock, Regelung, oft mit Warmwasserspeicher als Paket
Installation und Material7.000 bis 15.000 €Montage, hydraulische Einbindung, Elektroanschluss, Inbetriebnahme, hydraulischer Abgleich
Erschließung der Wärmequelle3.000 bis 16.000 €Nur bei Erdwärme oder Grundwasser: Erdsonde, Flächenkollektor oder Brunnen
Umbauten im Bestand (falls nötig)0 bis 20.000 €Größere Heizkörper, Zählerschrank, Fundament, Rückbau der alten Heizung

Diese Posten werden bei Angeboten gern übersehen:

Bei UNIDOMO sehen Sie die Gerätepreise vorab im Shop und können die Wärmepumpe direkt bestellen. Einbau und Inbetriebnahme übernimmt ein Fachbetrieb vor Ort. Das ist auch Voraussetzung für die Förderung. Was Sie selbst vorbereiten können und wo die Grenzen liegen, lesen Sie im Ratgeber Wärmepumpe selbst einbauen.

Praxis-Tipp: Lassen Sie sich Angebote immer mit Einzelpositionen geben. Nur so sehen Sie, ob Fundament, Elektroarbeiten, hydraulischer Abgleich und Entsorgung der alten Heizung enthalten sind, und können Angebote fair vergleichen.

Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus mit 120 oder 150 m²?

Für ein Einfamilienhaus mit 120 m² kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau etwa 20.000 bis 30.000 €, bei 150 m² etwa 22.000 bis 35.000 €. Entscheidend für den Preis ist aber nicht die Wohnfläche, sondern die Heizlast: Ein gut gedämmtes Haus mit 150 m² kann weniger Leistung brauchen als ein unsaniertes Haus mit 120 m².

Nicht die Wohnfläche bestimmt den Preis, sondern die Heizlast.
Mehr Heizlast → größeres Gerät → höherer Preis und höherer Stromverbrauch
GebäudezustandHeizlast bei 120 m² (ca.)Heizlast bei 150 m² (ca.)
Neubau (ca. 30 bis 40 W/m²)4 bis 5 kW5 bis 6 kW
Sanierter Altbau (ca. 50 bis 70 W/m²)6 bis 8 kW8 bis 11 kW
Unsanierter Altbau (ca. 90 bis 120 W/m²)11 bis 14 kW14 bis 18 kW

Die Werte sind grobe Richtwerte. Die genaue Leistung ergibt sich erst aus einer Heizlastberechnung, wie im Ratgeber Wärmepumpe dimensionieren beschrieben. Eine zu große Wärmepumpe kostet nicht nur mehr in der Anschaffung, sie taktet auch häufiger.

Komplettpreis und Eigenanteil nach Förderung

Haus und WärmepumpeKomplettpreis (ca.)Eigenanteil bei 30 % FörderungEigenanteil bei 46 % FörderungEigenanteil bei 80 % Förderung
120 m², Luft-Wasser20.000 bis 30.000 €14.000 bis 21.600 €10.800 bis 17.120 €4.000 bis 7.600 €
120 m², Erdwärme mit Sonde30.000 bis 45.000 €21.600 bis 36.600 €17.120 bis 32.120 €7.600 bis 22.600 €
150 m², Luft-Wasser22.000 bis 35.000 €15.400 bis 26.600 €11.880 bis 22.120 €4.400 bis 12.600 €
150 m², Erdwärme mit Sonde32.000 bis 50.000 €23.600 bis 41.600 €19.120 bis 37.120 €9.600 bis 27.600 €

Berechnet mit höchstens 28.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit. Liegt der Komplettpreis darüber, tragen Sie den Rest vollständig selbst. Deshalb steigt der Eigenanteil bei teuren Anlagen stärker als der Preis. 30 % ist die Grundförderung, 46 % gibt es für selbstnutzende Eigentümer, die eine alte fossile Heizung ersetzen, 80 % zusätzlich mit dem höchsten Einkommensbonus.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Förderung?

Die Heizungsförderung der KfW (Programm 458) wurde zum 21. Juli 2026 umgebaut. Förderfähig sind seitdem höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit. Der Zuschuss ist in der Regel auf 70 % gedeckelt, bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 € (mit Kind bis 40.000 €) auf 80 %. Damit beträgt der maximale Zuschuss 22.400 €.

Förderbaustein (Stand 21.07.2026)FördersatzWer ihn bekommt
Grundförderung30 %Alle Antragsteller beim Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe im Bestand
Klimageschwindigkeitsbonus16 %Selbstnutzende Eigentümer, die eine funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung ersetzen
Einkommensbonus40 % / 30 % / 10 %Selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €
Familienzuschlag+10.000 € EinkommensgrenzeMit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt steigen die Einkommensgrenzen einmalig um 10.000 €

Entfallen sind der bisherige Effizienzbonus von 5 % und der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 €. Die Boni lassen sich kombinieren, der Zuschuss bleibt aber auf 70 % beziehungsweise 80 % gedeckelt.

Wichtig: Stellen Sie den Förderantrag, bevor Sie den Fachbetrieb verbindlich beauftragen. Ein Vertrag ohne Förderbedingung gilt als Vorhabenbeginn, dann entfällt der Zuschuss vollständig.

Rechenbeispiel: Luft-Wasser-Wärmepumpe für 30.000 €

Zuschuss und Eigenanteil bei 30.000 € Komplettpreis Fünf Balken für die Fördersätze 30, 46, 56, 70 und 80 Prozent. Der Zuschuss steigt von 8.400 auf 22.400 Euro, der Eigenanteil sinkt von 21.600 auf 7.600 Euro. Förderfähig sind höchstens 28.000 Euro. Zuschuss und Eigenanteil bei 30.000 € Komplettpreis Zuschuss Eigenanteil 30 % 21.600 € selbst 46 % 17.120 € selbst 56 % 14.320 € selbst 70 % 10.400 € selbst 80 % 7.600 € selbst
Merksatz: Gefördert werden höchstens 28.000 €. Was darüber liegt, zahlen Sie in jedem Fall selbst.
SituationFördersatzZuschussEigenanteil
Selbstnutzer ersetzt Gasheizung, die jünger als 20 Jahre ist30 %8.400 €21.600 €
Selbstnutzer tauscht alte Ölheizung46 %12.880 €17.120 €
wie oben, Haushaltseinkommen bis 50.000 €56 %15.680 €14.320 €
wie oben, Haushaltseinkommen bis 40.000 €70 % (gedeckelt)19.600 €10.400 €
wie oben, Haushaltseinkommen bis 30.000 €80 % (gedeckelt)22.400 €7.600 €

Der Zuschuss wird auf höchstens 28.000 € berechnet, auch wenn die Anlage 30.000 € kostet. Wichtig für die Planung: Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus halbjährlich um 4 Prozentpunkte, und die förderfähigen Kosten sinken halbjährlich um 750 €. Wer ohnehin tauschen will, fährt mit einem früheren Antrag daher besser. Wie Sie den Antrag richtig stellen und welche Fristen gelten, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Förderung.

Laufende Kosten: Was kostet eine Wärmepumpe im Jahr und im Monat?

Die laufenden Kosten einer Wärmepumpe bestehen fast nur aus Strom und Wartung. Schornsteinfeger und Brennstofflieferung entfallen. In einem sanierten Haus mit 150 m² liegen sie mit Wärmepumpentarif bei etwa 1.350 bis 1.500 € im Jahr, also rund 110 bis 125 € im Monat.

Haus (ca. 150 m², 4 Personen)Strom pro JahrStromkosten mit WärmepumpentarifWartungGesamt pro JahrPro Monat
Neubau, Fußbodenheizungca. 2.000 kWhca. 620 €150 bis 300 €ca. 770 bis 920 €ca. 65 bis 75 €
Sanierter Altbauca. 4.400 kWhca. 1.200 €150 bis 300 €ca. 1.350 bis 1.500 €ca. 110 bis 125 €
Unsanierter Altbau, Heizkörperca. 8.900 kWhca. 2.280 €150 bis 300 €ca. 2.430 bis 2.580 €ca. 200 bis 215 €

Annahmen: Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler zu durchschnittlich 24 ct/kWh plus rund 140 € Grundpreis im Jahr, laut Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW vom Februar 2026. Wie die Stromverbräuche zustande kommen und wie sie sich über den Winter verteilen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch. Welche Arbeiten bei der Wartung anfallen, lesen Sie unter Wartung Wärmepumpe.

Wärmepumpe oder Gasheizung: Was ist günstiger im Betrieb?

Mit einem Wärmepumpentarif heizt eine Wärmepumpe in den meisten Häusern deutlich günstiger als eine Gasheizung. Läuft sie dagegen über normalen Haushaltsstrom und braucht hohe Vorlauftemperaturen, schrumpft der Vorteil auf nahezu null.

Haus (ca. 150 m²)GasheizungWärmepumpe mit WärmepumpentarifWärmepumpe mit Haushaltsstrom
Sanierter Altbau, 15.000 kWh Wärmeca. 1.990 €ca. 1.200 €ca. 1.630 €
Unsanierter Altbau, 25.000 kWh Wärmeca. 3.310 €ca. 2.280 €ca. 3.290 €

Annahmen: Gaspreis 11,93 ct/kWh für Einfamilienhäuser laut BDEW-Gaspreisanalyse August 2026, Jahresnutzungsgrad des Gaskessels 90 %. Wärmepumpentarif wie oben, Haushaltsstrom 37 ct/kWh laut BDEW-Strompreisanalyse August 2026. Wartung und Schornsteinfeger sind nicht enthalten. Sie fallen bei der Gasheizung in der Regel höher aus und vergrößern den Abstand.

Mit Wärmepumpentarif heizt ein saniertes Haus rund 40 % günstiger als mit Gas.
Mit normalem Haushaltsstrom schrumpft der Vorteil auf 0 bis 20 %.

Wann wird eine Wärmepumpe teuer?

Hohe Heizkosten mit einer Wärmepumpe haben fast immer eine dieser Ursachen:

  • Kein Wärmepumpentarif: Mit Haushaltsstrom zahlen Sie rund 50 % mehr pro Kilowattstunde. Mehr dazu im Ratgeber Wärmepumpe Stromtarif.
  • Zu hohe Vorlauftemperatur: Jedes Grad mehr senkt die Effizienz. Kleine Heizkörper oder eine zu steil eingestellte Heizkurve treiben den Verbrauch, siehe Wärmepumpe im Altbau.
  • Heizstab läuft oft mit: Ein zu klein geplantes Gerät oder falsche Einstellungen lassen den Heizstab häufig zuschalten. Er wandelt Strom eins zu eins in Wärme um, siehe Heizstab bei der Wärmepumpe.
  • Falsche Dimensionierung: Eine zu große Anlage taktet und arbeitet ineffizient, eine zu kleine braucht den Heizstab.

Ob und wann sich die Mehrkosten gegenüber einer neuen Gasheizung zurückverdienen, hängt von Förderung, Gebäude und Energiepreisen ab. Der ADAC nennt für die Amortisation meist 7 bis 15 Jahre. Wie der Umstieg konkret abläuft, lesen Sie im Ratgeber Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten oder Ölheizung durch Wärmepumpe ersetzen.

So senken Sie die Kosten einer Wärmepumpe

  1. Förderung vor dem Auftrag beantragen: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Nachträglich gibt es keinen Zuschuss.
  2. Heizlast berechnen lassen: Die passende Leistung spart Anschaffungskosten und verhindert Takten und Heizstabbetrieb.
  3. Vorlauftemperatur senken: Einzelne größere Heizkörper sind oft günstiger als eine teurere, leistungsstärkere Wärmepumpe.
  4. Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler nutzen: Mit einem eigenen Zähler und der Netzentgeltreduzierung nach §14a EnWG sinkt der Arbeitspreis deutlich unter Haushaltsstrom.
  5. Photovoltaik einbinden: Eigener Solarstrom deckt vor allem in Übergangszeit und Sommer einen Teil des Bedarfs, siehe Wärmepumpe mit Photovoltaik.
  6. Gerätepreise vergleichen: Im Wärmepumpen-Shop von UNIDOMO sehen Sie die Preise aller Hersteller transparent. Unsere Favoriten im Preis-Leistungs-Vergleich finden Sie unter Top 5 Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Fazit

Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus meist 20.000 bis 50.000 €, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Regel 20.000 bis 35.000 €. Mit der Förderung sinkt der Eigenanteil je nach Situation um bis zu 22.400 €. Im Betrieb ist sie mit Wärmepumpentarif und passender Vorlauftemperatur meist günstiger als eine Gasheizung. Planen Sie deshalb nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Tarif, Heizflächen und Heizlast mit ein. Alle weiteren Themen finden Sie in unserem Wärmepumpen-Ratgeber.

Marko Gürtler, Heizungsbaumeister und Wärmepumpen-Experte bei UNIDOMO

Praxis-Tipp von Marko Gürtler: Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach dem Gesamtpreis. Eine passend ausgelegte Wärmepumpe mit einzelnen größeren Heizkörpern ist oft günstiger in Anschaffung und Betrieb als ein großes Gerät, das alte Heizkörper mit hoher Vorlauftemperatur versorgen muss.

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Autor: Timo Paulsen | aktualisiert am: 06.10.2026