Wärmepumpe Kosten 2026 – Was Sie wirklich wissen müssen
Wie viel kostet eine Wärmepumpe im Jahr 2026? Diese Frage stellen sich viele Hausbesitzer, die ihre alte Heizung ersetzen oder beim Neubau auf eine nachhaltige Lösung setzen möchten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Wärmepumpe Kosten tatsächlich anfallen, welche Faktoren den Preis beeinflussen und mit welchen Förderungen Sie rechnen können.
Wärmepumpen sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich. Im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung lassen sich die jährlichen Heizkosten im Schnitt um 20 bis 30 Prozent senken. Je nach Gebäudetyp, Dämmung und Wärmepumpenart unterscheiden sich die Investitionskosten allerdings deutlich.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was eine Wärmepumpe 2026 kostet – von der Anschaffung über die Installation bis zu den laufenden Betriebskosten. Zudem erfahren Sie, wie Sie mit der passenden Förderung und einer klugen Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage Ihre Heizkosten langfristig senken können.
Das Wichtigste in Kürze
- Investitionskosten & Förderung: Wärmepumpen erfordern eine hohe Anfangsinvestition, doch staatliche Förderprogramme und regionale Zuschüsse können die Kosten erheblich senken.
- Effizienz & Betriebskosten: Dank hoher Effizienz sind die Betriebskosten geringer als bei fossilen Heizsystemen – eine typische Luft-Wasser-Wärmepumpe in Deutschland erreicht eine Jahresarbeitszahl von 3,6, während moderne Gasheizungen einen Kesselwirkungsgrad von etwa 0,9 haben.
- Wirtschaftlichkeit & Planung: Die Rentabilität hängt von einer sorgfältigen Planung ab – Faktoren wie Wärmebedarf und Bausubstanz beeinflussen die langfristigen Einsparungen.
Wärmepumpe Kosten: Alle relevanten Faktoren im Überblick
Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe im Jahr 2026 setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Sie hängen vor allem von der gewählten Wärmepumpenart, dem baulichen Aufwand bei der Installation und den späteren Betriebskosten ab. Die folgende Übersicht zeigt, welche Faktoren für den Preis entscheidend sind.
1. Anschaffungskosten: Der größte Kostenblock
Die Anschaffungskosten unterscheiden sich je nach Energiequelle und Leistung der Anlage deutlich. Im Jahr 2026 bewegen sich die Preise im Durchschnitt zwischen 9.000 € und 26.000 €.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: etwa 9.000 € bis 14.000 €
- Erdwärmepumpe (Sole/Wasser): etwa 16.000 € bis 26.000 €
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe: etwa 12.000 € bis 22.000 €
Die Wahl der passenden Wärmepumpe hängt vom Grundstück, der Heizlast und den örtlichen Gegebenheiten ab. Eine Fachberatung hilft, Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden.
2. Installationskosten: Aufwand und Einbausituation
Die Installationskosten liegen im Schnitt zwischen 3.000 € und 10.000 €, abhängig von der Bauart. Erdwärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erfordern Bohrungen oder Erdarbeiten, was den Aufwand erhöht. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind einfacher zu montieren und daher günstiger in der Installation.
- Art der Aufstellung (Boden-, Wand- oder Dachmontage)
- bauliche Anpassungen oder Schallschutzmaßnahmen
- Abstände zur Nachbarbebauung
- Modernisierung alter Rohrleitungen oder Heizkörper
3. Betriebskosten: Laufende Ausgaben pro Jahr
Die Betriebskosten einer Wärmepumpe hängen von der Effizienz der Anlage und dem Stromtarif ab. Ein typisches Einfamilienhaus benötigt jährlich zwischen 3.000 und 5.000 kWh Strom. Bei einem durchschnittlichen Tarif von 0,30 €/kWh ergeben sich jährliche Kosten von etwa 900 € bis 1.500 €.
Mit einem speziellen Wärmepumpentarif (ab 0,20 €/kWh) lassen sich die Ausgaben deutlich senken. Eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ ≥ 3,0) und die Kombination mit einer Photovoltaikanlage reduzieren den Stromverbrauch zusätzlich.
4. Wartung und Servicekosten
Wärmepumpen gelten als wartungsarm. Die jährlichen Wartungskosten betragen im Durchschnitt 100 € bis 200 €, deutlich weniger als bei Gasheizungen mit 300 € bis 350 € pro Jahr. Regelmäßige Inspektionen sichern die Effizienz und verlängern die Lebensdauer der Anlage.
5. Gesamteinschätzung der Wärmepumpe Kosten 2026
Je nach Technologie, Einbausituation und Förderhöhe liegen die Gesamtkosten einer Wärmepumpe zwischen 15.000 € und 40.000 €. Wer Fördermittel nutzt oder den Eigenstrom aus einer Photovoltaikanlage einbindet, kann die tatsächlichen Investitionskosten erheblich senken.
Beispielkosten im Überblick (Stand 2026)
Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Wärmepumpe Kosten 2026 für Anschaffung, Installation, Erschließung und jährlichen Betrieb. Zusätzlich ist angegeben, wie stark die Kosten durch staatliche Förderung reduziert werden können. Die Werte dienen als Orientierung und können je nach Hersteller, Gebäudetyp und Installationsaufwand variieren.
| Art der Wärmepumpe | Anschaffungskosten | Installationskosten | Erschließungskosten | Betriebskosten pro Jahr | Gesamtkosten (vor Förderung) | Gesamtkosten (nach Förderung, bis zu -70 %) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 9.000 € – 14.000 € | 3.000 € – 5.000 € | keine | 600 € – 1.000 € | 12.000 € – 19.000 € | 3.600 € – 5.700 € |
| Erdwärmepumpe (Sole/Wasser) | 16.000 € – 26.000 € | 5.000 € – 9.000 € | Bohrung: 9.000 € – 12.000 € Kollektoren: 5.000 € – 6.500 € | 400 € – 700 € | 30.000 € – 45.000 € | 9.000 € – 13.500 € |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 12.000 € – 22.000 € | 4.000 € – 8.000 € | 5.000 € – 9.000 € | 450 € – 800 € | 21.000 € – 39.000 € | 6.300 € – 11.700 € |
Hinweis: Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können bis zu 70 Prozent der Investitionskosten erstattet werden. Die tatsächliche Förderung hängt von der Art der Heizung, dem Einkommen und den technischen Voraussetzungen ab.
Was kostet eine Wärmepumpe für ein 120 m² Haus?
Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe für ein 120 m² Einfamilienhaus liegen je nach Systemart und Gebäudezustand zwischen 15.000 € und 38.000 €. Der genaue Preis hängt von der Dämmung, der Heizlast und der gewählten Energiequelle ab.
Beispielhafte Gesamtkosten
| Wärmepumpentyp | Gesamtkosten inkl. Installation | Kosten nach Förderung (bis 70 %) |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 15.000 € – 20.000 € | 4.500 € – 6.000 € |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) | 26.000 € – 35.000 € | 7.800 € – 10.500 € |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 23.000 € – 33.000 € | 6.900 € – 9.900 € |
Hinweis: Die tatsächliche Förderung hängt vom individuellen Projekt ab. Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse von bis zu 21.000 € möglich.
Jährliche Betriebskosten
Für ein gut gedämmtes 120 m² Haus mit moderner Wärmepumpe fallen 2026 durchschnittlich folgende Betriebskosten an:
- Stromverbrauch: ca. 3.500 – 4.200 kWh pro Jahr
- Stromkosten: 700 € – 1.250 € pro Jahr (je nach Tarif)
- Mit Photovoltaik oder Wärmepumpentarif: bis zu 30 % Ersparnis möglich
Beispielrechnung – Luft-Wasser-Wärmepumpe
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Anschaffung | 9.000 € |
| Installation & Zubehör | 5.000 € |
| Gesamtkosten brutto | 14.000 € |
| Mögliche Förderung (50 %) | – 7.000 € |
| Effektive Kosten nach Förderung | 7.000 € |
Damit zeigt sich: Eine Wärmepumpe ist 2026 deutlich günstiger, wenn Fördermittel genutzt und Stromkosten durch Eigenstrom aus einer Photovoltaikanlage gesenkt werden.
Wärmepumpe-Förderung: So senken Sie Ihre Kosten um bis zu 70 %
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) macht den Einbau von Wärmepumpen deutlich attraktiver. Wer eine alte Heizung im Bestandsgebäude ersetzt, kann bis zu 70 % der Investitionskosten als Zuschuss erhalten. Förderfähig sind Kosten bis maximal 30.000 €, was einem möglichen Zuschuss von 21.000 € entspricht.
Voraussetzungen für eine Förderung
- Die Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0.
- Die bestehende Heizung ist mindestens zwei Jahre in Betrieb.
- Der Antrag wird vor Beauftragung der Arbeiten gestellt.
- Der Heizungstausch kann nur einmalig gefördert werden.
Förderbestandteile im Überblick
- Basisförderung: 30 %
- Klimabonus: zusätzlich 20 % beim Austausch fossiler Heizungen
- Einkommensbonus: zusätzlich 30 % bei einem Jahreseinkommen unter 40.000 €
- Effizienzbonus: zusätzlich 5 % bei Nutzung natürlicher Kältemittel
*Klimabonus und Einkommensbonus gelten nur für selbstnutzende Eigentümer.
Kombination der Förderungen
Alle genannten Boni können kombiniert werden, die Gesamtförderung bleibt jedoch auf maximal 70 % begrenzt. Aktuelle Antragsinformationen finden Sie im Ratgeber zur Wärmepumpe-Förderung.
Photovoltaik und Wärmepumpe: Die ideale Kombination
Die Verbindung von Photovoltaikanlage und Wärmepumpe reduziert die laufenden Stromkosten erheblich. In der Praxis können bis zu 60 % des Strombedarfs der Wärmepumpe durch Eigenverbrauch gedeckt werden. Der selbst erzeugte Strom versorgt die Heizung direkt, überschüssige Energie kann ins Netz eingespeist werden.
- Geringere Stromkosten durch Eigenverbrauch
- Einspeisevergütung für nicht genutzten Solarstrom
- Höhere Unabhängigkeit von Strompreisentwicklungen
Gebäudedämmung: Energieverbrauch dauerhaft senken
Eine gute Gebäudedämmung steigert die Effizienz jeder Wärmepumpe. Fassadendämmung, moderne Fenster und eine optimierte Heiztechnik verringern den Energiebedarf dauerhaft. Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Wärmepumpe im Altbau – das ist zu beachten.
Wärmepumpe richtig dimensionieren
Eine zu große Wärmepumpe erhöht Anschaffungs- und Betriebskosten, da sie häufiger taktet und dadurch schneller verschleißt. Lassen Sie die Heizlast Ihres Gebäudes berechnen und wählen Sie eine Anlage, die genau zum tatsächlichen Wärmebedarf passt. Mehr dazu im Leitfaden Wärmepumpe dimensionieren – in fünf Schritten erklärt.
Was kostet eine Wärmepumpe bei UNIDOMO®?
Die Anschaffungskosten variieren je nach Hersteller und Leistungsgröße.
| Art der Wärmepumpe | Günstigste Wärmepumpe | Teuerste Wärmepumpe |
| Luft/Wasser-Wärmepumpe | LG THERMA V Monobloc S | Bosch Systempaket JUPA CS759 CS7000iAW17IR-T |
| Sole/Wasser-Wärmepumpe | Wolf BWS-1-06 | Bosch Compress 7800i LW |
| Wasser/Wasser-Wärmepumpe | Wolf BWW-1-07 | - |
| Brauchwasserwärmepumpe | Buderus WPT | Viessmann Vitocal 262-A |
Experte Marko Gürtler
"Eine Wärmepumpe ist eine clevere Investition. Sparen Sie Kosten und heizen Sie nachhaltig. Mit UNIDOMO haben Sie den richtigen Partner an Ihrer Seite. Lassen Sie sich von unserem Experten Marko Gürtler beraten und finden Sie Ihre perfekte Lösung. Worauf warten Sie? Kontaktieren Sie uns noch heute und lassen Sie uns loslegen! "
FAQ: Häufige Fragen zu Wärmepumpen und Kosten
Bei einem 120 m² großen Haus variieren die Gesamtkosten für eine moderne Wärmepumpe meist zwischen 20.000 € und 40.000 €, abhängig vom Wärmepumpentyp. Die staatlichen Förderungen (wie BEG, KfW/BAFA) können dabei bis zu 70 % der Kosten decken
Für ein 150 m² großes Haus liegen die Gesamtkosten inklusive Installation bei etwa 17.000–30.000 € für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, 25.000–33.000 € für eine Erdwärmepumpe (Sole/Wasser) und 24.000–35.000 € für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Der monatliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt vom jährlichen Strombedarf ab:
Eine Wärmepumpe kostet mit einem Verbrauch von etwa 6.000 kWh/Jahr bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh rund 1.800 € jährlich, also ca. 150 €/Monat. Mit einem Wärmepumpen-Stromtarif (20 % günstiger) reduzieren sich die Kosten auf etwa 1.440 € pro Jahr (~120 €/Monat)
Die Amortisationszeit hängt von Anschaffungs- und Installationskosten, der Förderung sowie den Energiepreisen ab. In der Regel macht sich eine moderne Wärmepumpe nach 7 bis 12 Jahren bezahlt. Je höher der Eigenverbrauch aus einer Photovoltaikanlage, desto schneller rechnet sich die Investition.
Wärmepumpen benötigen nur wenig Wartung. In den meisten Fällen reichen jährliche Sichtprüfungen und ein Check der Regelung. Die durchschnittlichen Wartungskosten liegen zwischen 100 € und 200 € pro Jahr – deutlich weniger als bei Gas- oder Ölheizungen.
Ja, in den meisten Fällen. Durch die hohe Effizienz und die Möglichkeit, günstigeren Wärmepumpenstrom zu nutzen, liegen die jährlichen Betriebskosten meist 20 bis 30 Prozent unter denen einer modernen Gasheizung. Mit Photovoltaik lässt sich der Vorteil weiter vergrößern.
Über unseren Experten
Marko Gürtler ist Heizungsbaumeister und seit 2006 Teil des UNIDOMO-Teams. Als Experte für regenerative Energien berät er Bauherren, Sanierer und Eigentümer rund um moderne Heizlösungen wie Wärmepumpen, Hybridanlagen und Festbrennstoffsysteme.
Seine Erfahrung aus über 20 Jahren SHK-Praxis und hunderten Projekten fließt in jeden Ratgeber, jede Empfehlung und jede Beratung mit ein. Besonders wichtig ist ihm: individuelle Planung, ehrliche Kommunikation und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für jedes Zuhause.
Autor: Timo Paulsen | aktualisiert am: 15.01.2026
