Beste Wärmepumpe für Altbau: Unsere Empfehlungen für Bestandsgebäude

Kurzantwort für Eilige

Die beste Wärmepumpe für den Altbau gibt es nicht pauschal – sie hängt von Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörpern und Sanierungsstand ab. Besonders bewährt haben sich moderne Luft/Wasser-Wärmepumpen mit hoher Vorlauftemperatur (bis 70–75 °C) und dem natürlichen Kältemittel R290. Entscheidend ist eine fachgerechte Auslegung, damit Effizienz und Stromkosten stimmen.

Woran erkennt man die beste Wärmepumpe für den Altbau?

Im Altbau gelten andere Anforderungen als im Neubau. Die beste Wärmepumpe ist nicht automatisch das teuerste Modell, sondern diejenige, die technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Gebäude passt.

  • Vorlauftemperatur: Viele Altbauten benötigen 55–70 °C, insbesondere bei klassischen Heizkörpern.
  • Leistungsbereich & Modulation: Die Wärmepumpe sollte die Heizlast sicher abdecken und flexibel modulieren.
  • Schallwerte: Besonders wichtig bei dichter Bebauung und kleinen Grundstücken.
  • Kältemittel: R290 (Propan) gilt als besonders zukunftssicher und klimafreundlich.
  • Systemintegration: Regelung, Warmwasserbereitung und ggf. Hybridbetrieb müssen passen.
  • Service & Ersatzteile: Ein dichtes Servicenetz ist im Bestand ein klarer Vorteil.

Grundlagen zur generellen Eignung finden Sie im ausführlichen Ratgeber Wärmepumpe im Altbau – das ist zu beachten.

Unsere Top-Empfehlungen: Bewährte Wärmepumpen für den Altbau

Die folgenden Modelle haben sich in der Praxis besonders häufig im Altbau bewährt. Sie bieten hohe Vorlauftemperaturen, modulierenden Betrieb und eignen sich für den Weiterbetrieb vorhandener Heizkörper.

1) Vaillant aroTHERM plus (VWL)

Die Vaillant aroTHERM plus ist eine der beliebtesten Wärmepumpen für den Altbau. Dank sehr hoher Vorlauftemperaturen lassen sich bestehende Heizkörper häufig weiter nutzen. Der modulierende Betrieb sorgt für stabile Effizienz auch in der Übergangszeit.

Vorteile: sehr hohe Vorlauftemperatur, zukunftssicheres Kältemittel, breite Einsatzmöglichkeiten.

Max. Vorlauftemperatur bis 75 °C
Leistungsbereich ca. 6–16 kW (modellabhängig)
Schallpegel ca. 52–60 dB(A)
Kältemittel R290 (Propan)
Bauweise Monoblock

2) Wolf CHA

Die Wolf CHA eignet sich besonders für Altbauten mit mittlerer Heizlast. Sie arbeitet auch bei niedrigen Außentemperaturen effizient und punktet mit einem sehr ausgewogenen Verhältnis aus Leistung, Effizienz und Geräuschentwicklung.

Vorteile: effizient bei Kälte, leiser Betrieb, robustes System.

Max. Vorlauftemperatur bis 70 °C
Leistungsbereich ca. 7–16 kW
Schallpegel ca. 50–58 dB(A)
Kältemittel R290 (Propan)
Bauweise Monoblock

3) Bosch Compress

Die Bosch Compress-Serie ist besonders flexibel in der Altbausanierung. Hohe Vorlauftemperaturen, sehr leiser Betrieb und kompakte Bauweise machen sie ideal für dicht bebaute Wohngebiete.

Vorteile: sehr leise, hohe Temperaturen, kompakt.

Max. Vorlauftemperatur bis 75 °C
Leistungsbereich ca. 6–18 kW
Schallpegel ca. 48–58 dB(A)
Kältemittel R290 (Propan)
Bauweise Monoblock

4) Buderus Logatherm WLW

Die Buderus Logatherm WLW überzeugt durch zuverlässige Invertertechnik und wirtschaftlichen Betrieb. Sie eignet sich gut für Bestandsgebäude mit klar definierter Heizlast.

Vorteile: wirtschaftlich, bedarfsgerecht, langlebig.

Max. Vorlauftemperatur bis 75 °C
Leistungsbereich ca. 6–18 kW
Schallpegel ca. 50–60 dB(A)
Kältemittel R290 (Propan)
Bauweise Monoblock

5) Viessmann Vitocal 250-A

Die Vitocal 250-A ermöglicht häufig den Weiterbetrieb vorhandener Heizkörper und spart dadurch Modernisierungskosten. Die platzsparende Bauweise ist ein Vorteil bei begrenztem Raum.

Vorteile: kompakt, effizient, gut integrierbar.

Max. Vorlauftemperatur bis 70 °C
Leistungsbereich ca. 6–16 kW
Schallpegel ca. 48–56 dB(A)
Kältemittel R290 (Propan)
Bauweise Monoblock

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Altbau?

  • Heizlast > 15 kW: Optimierung oder Hybridlösung prüfen.
  • Hohe Vorlauftemperaturen nötig: Hochtemperatur-Modelle bevorzugen.
  • Platz & Schall sensibel: kompakte, leise Geräte wählen.

Typischer Modernisierungsfall: Viele Altbau-Besitzer wechseln aktuell von Gas auf Wärmepumpe. Eine praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Technik, Planung und typischen Fehlern finden Sie hier: Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten.

Unsicher, welche Wärmepumpe wirklich zu Ihrem Altbau passt?

Marko Guertler Experte fuer Waermepumpen aller Art

Marko Gürtler: Heizungsbaumeister & Experte für Wärmepumpen

„Der Einsatz einer Wärmepumpe im Altbau ist heute in vielen Fällen möglich – entscheidend ist aber immer die richtige Planung. Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizkörper und Gebäudestandard müssen zusammenpassen. Genau hier entstehen die größten Einsparpotenziale.
Viele unserer Kunden sind unsicher, welche Wärmepumpe wirklich zu ihrem Haus passt. Deshalb schauen wir uns jede Situation individuell an und erstellen auf Wunsch ein kostenloses und unverbindliches Angebot.“

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Top FAQs: Beste Wärmepumpe für Altbau

Die beste Wärmepumpe für den Altbau ist immer die, die zur Heizlast, zum Dämmstandard und zu den benötigten Vorlauftemperaturen passt. In vielen Bestandsgebäuden funktionieren moderne Luft/Wasser-Wärmepumpen besonders gut, da sie sich flexibel installieren lassen und heute Vorlauftemperaturen von bis zu 70–75 °C erreichen können.

Wenn bestehende Heizkörper weiter genutzt werden sollen, sind Wärmepumpen mit höheren Vorlauftemperaturen und guter Leistungsmodulation besonders geeignet. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, einzelne Heizkörper zu vergrößern oder zu optimieren, um die benötigte Vorlauftemperatur zu senken und die Effizienz zu steigern.

Mehr dazu hier: Wärmepumpe und Heizkörper – effiziente Lösungen


und 55 °C ausreichend warm wird, kann oft auch eine Standard-Wärmepumpe effizient arbeiten. Hochtemperatur-Wärmepumpen sind vor allem dann sinnvoll, wenn dauerhaft höhere Temperaturen benötigt werden oder Heizkörper nicht optimiert werden können.

Wichtige Faktoren sind Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizflächen und Dämmstandard. Eine erste Orientierung kann ein Praxistest mit reduzierter Vorlauftemperatur liefern. Eine verlässliche Aussage ist jedoch nur über eine professionelle Heizlastberechnung möglich.

Grenzen kann es geben, wenn dauerhaft sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigt werden, die Heizlast extrem hoch ist oder das Gebäude energetisch kaum saniert ist. In solchen Fällen kann eine energetische Optimierung oder eine Hybridlösung sinnvoll sein, um den Umstieg Schritt für Schritt umzusetzen.


Die Kosten hängen stark von Leistung, Gebäudezustand, Umbauten an der Heizungsanlage und dem Installationsaufwand ab. Typische Investitionen liegen häufig zwischen etwa 20.000 und 35.000 Euro vor Förderung. Durch staatliche Zuschüsse kann sich die Investition deutlich reduzieren.

Über staatliche Förderprogramme können beim Austausch alter Heizungen Zuschüsse möglich sein. Besonders beim Wechsel von Öl- oder Gasheizungen sind zusätzliche Boni möglich. Einen Überblick finden Sie hier: Wärmepumpe Förderung – Überblick

Die Leistung der Wärmepumpe muss exakt zur Heizlast Ihres Hauses passen. Eine zu große oder zu kleine Anlage arbeitet ineffizient und verursacht unnötige Kosten. Deshalb sollte vor der Auswahl immer eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb erfolgen.


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