Gastherme kaufen: passend zu Gebäude und Warmwasserbedarf

Eine Gastherme ist ein kompaktes, meist wandhängendes Heizgerät. Moderne Ausführungen arbeiten überwiegend mit Brennwerttechnik und können je nach Modell nur die Raumheizung oder zusätzlich die Warmwasserbereitung übernehmen. Bei UNIDOMO finden Sie Gasthermen und abgestimmte Pakete unter anderem von Viessmann, Buderus, Vaillant, Bosch, Wolf und Remeha.

Entscheidend ist nicht allein die maximale Leistung. Die Gastherme muss auch zur berechneten Heizlast, zur gewünschten Warmwasserlösung, zur vorhandenen Gasart und zum Abgassystem passen.

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Energieeffizienzklasse
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Die passende Gastherme für Ihr Heizsystem finden

Gasthermen unterscheiden sich vor allem bei der Warmwasserbereitung, der Leistung und dem Lieferumfang. Die folgende Übersicht hilft Ihnen dabei, die passende Geräteart für Ihr Heizsystem und Ihren Warmwasserbedarf einzugrenzen.

Heiztherme

Versorgt das Gebäude mit Heizwärme. Für die Warmwasserbereitung kann ein separater Speicher angeschlossen werden, sofern Gerät und Regelung dafür ausgelegt sind.

Kombitherme

Erzeugt Heizwärme und erwärmt Trinkwasser im Durchlaufprinzip. Das spart Platz und eignet sich vor allem bei überschaubarem Warmwasserbedarf.

Kombithermen ansehen

Therme mit Speicher

Ein separater oder integrierter Speicher bietet mehr Warmwasserkomfort. Das ist sinnvoll, wenn mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgt werden sollen.

Gas-Kompaktmodule ansehen

Vor dem Kauf prüfen

  • Geräteart: reine Heiztherme, Kombitherme oder Lösung mit Warmwasserspeicher
  • Leistung: berechnete Heizlast, Warmwasserleistung und Modulationsbereich
  • Gasart: Erdgas E, Erdgas LL oder Flüssiggas sowie erforderliche Umrüstung
  • Abgasführung: passendes und für das Gerät freigegebenes Luft-Abgas-System
  • Paketumfang: Regelung, Speicherfühler, Anschluss-Set, Speicher und Abgaszubehör

Nutzen Sie die Filter und Produktangaben, um das Sortiment einzugrenzen. Bei Unsicherheit unterstützt Sie das UNIDOMO-Beratungsteam bei der Zusammenstellung.

Welche Gastherme passt zu Ihrem Heizsystem?

Die Bezeichnung Gastherme wird im Handel für unterschiedliche Geräte und Pakete verwendet. Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Aufgabe die neue Anlage übernehmen soll. Neben einzelnen Brennwertgeräten finden Sie im Sortiment auch Varianten mit Regelung, Warmwasserspeicher, Anschlusszubehör oder Abgaspaket.

Ausführung Typischer Einsatz Wichtig bei der Auswahl
Heiztherme Raumheizung, bei Bedarf mit externem Speicher Speicheranschluss, Umschaltventil, Fühler und Regelung prüfen
Kombitherme Heizung und Warmwasser auf kleiner Stellfläche Zapfleistung, Anzahl der Entnahmestellen und Leitungswege beachten
Paket mit Speicher Höherer Warmwasserbedarf und mehrere Zapfstellen Speichervolumen, Aufstellfläche und enthaltene Komponenten abgleichen
Kompaktmodul Gastherme und Speicher als platzsparende Einheit Gerätemaße, Transportweg und Speicherinhalt prüfen
Gas-Heizungspaket Zusammengestellte Lösung mit ausgewähltem Zubehör Paketinhalt und Eignung für die Einbausituation kontrollieren

Bodenstehende Geräte für größere Leistungsbereiche oder besondere Anlagensituationen finden Sie zusätzlich in der Kategorie Gaskessel. Bereits zusammengestellte Varianten stehen unter Gas-Heizungspakete zur Auswahl.

Heizleistung und Modulation richtig einordnen

Die erforderliche Heizleistung lässt sich nicht zuverlässig allein aus der Wohnfläche ableiten. Maßgeblich sind unter anderem Gebäudegröße, Dämmstandard, Fenster, Standort, gewünschte Raumtemperaturen und vorhandene Heizflächen. Grundlage für die Auslegung sollte eine fachgerechte Heizlastberechnung sein.

Beachten Sie neben der maximalen auch die minimale Heizleistung. Ein großer Modulationsbereich ermöglicht es der Therme, ihre Leistung an einen niedrigen Wärmebedarf anzupassen. Liegt die Mindestleistung zu hoch, kann das Gerät in der Übergangszeit häufiger ein- und ausschalten. Bei Kombithermen kann für die Warmwasserbereitung eine höhere Leistung erforderlich sein als für die Raumheizung.

Für die Produktauswahl hilfreich:

Halten Sie eine vorhandene Heizlastberechnung, Angaben zum Gebäude, die bisherige Geräteleistung und Informationen zur Warmwasserbereitung bereit. Die Leistung des Altgerätes sollte nicht ungeprüft übernommen werden.

Brennwert- oder Heizwerttherme?

Gas-Brennwertthermen nutzen neben der Verbrennungswärme auch einen Teil der im Abgas enthaltenen Kondensationswärme. Dadurch arbeiten sie effizienter als klassische Heizwertgeräte. Wirkungsgrade von mehr als 100 Prozent beziehen sich auf den früher üblichen Heizwert des Brennstoffs und bedeuten nicht, dass mehr Energie erzeugt als eingesetzt wird.

Für eine Brennwerttherme werden ein geeigneter Kondensatablauf und ein zum Gerät passendes Abgassystem benötigt. Heizwertgeräte sind kein allgemeiner Standard für neue Anlagen, können aber bei bestimmten Austauschfällen weiterhin relevant sein, etwa in Verbindung mit einer vorhandenen mehrfach belegten Abgasanlage. Ob ein solches Gerät eingesetzt werden kann, muss vorab mit Fachbetrieb und zuständigem bevollmächtigtem Bezirksschornsteinfeger geklärt werden.

Warmwasser über Kombitherme oder Speicher

Eine Kombitherme erwärmt Trinkwasser erst bei der Entnahme. Sie benötigt keinen separaten Speicher, ihre Warmwasserleistung ist jedoch begrenzt. Bei mehreren Bädern, einer Badewanne oder häufig gleichzeitiger Nutzung bietet eine Heiztherme mit passendem Speicher meist mehr Komfort.

Prüfen Sie bei einem externen Warmwasserspeicher nicht nur das Volumen. Wärmetauscherleistung, Speicherfühler, Regelung und hydraulische Einbindung müssen ebenfalls zur Therme passen.

Gasart, Abgassystem und Aufstellort

Gasthermen sind je nach Ausführung für Erdgas E, Erdgas LL oder Flüssiggas eingestellt beziehungsweise umrüstbar. Die konkrete Eignung ergibt sich aus den technischen Unterlagen des Modells. Eine mögliche Umstellung darf nicht allein aus der Modellbezeichnung abgeleitet werden.

Auch das Abgassystem muss zu Gerät, Durchmesser, Leitungslänge, Schacht und geplanter Luftführung passen. Bei einem Austausch sind vorhandener Schornstein, Kondensatführung, Verbrennungsluftversorgung, Montageabstände und Anschlüsse zu prüfen. Arbeiten an der Gasanlage dürfen nach § 13 NDAV grundsätzlich nur durch ein Installationsunternehmen ausgeführt werden, das in einem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.

Lieferumfang und Systemkompatibilität vergleichen

Ein niedriger Gerätepreis sagt wenig über die Kosten des vollständigen Systems aus. Je nach Angebot können wichtige Komponenten bereits enthalten sein oder separat benötigt werden.

  • Heizungsregelung oder Bedieneinheit
  • Montage- oder Anschluss-Set
  • Speicherfühler und Umschaltventil
  • Warmwasserspeicher
  • Luft-Abgas-System
  • hydraulisches Zubehör und Sicherheitseinrichtungen

Vergleichen Sie deshalb nicht nur Therme und Nennleistung, sondern immer den vollständigen Paketinhalt. Achten Sie außerdem darauf, ob Regelung, Speicher und Abgaskomponenten ausdrücklich für das gewählte Gerät vorgesehen sind.

Gastherme mit Wärmepumpe kombinieren

Eine Gastherme kann Teil einer Hybridheizung sein. Dabei übernimmt die Wärmepumpe einen festgelegten Anteil der Wärmeversorgung, während das Gasgerät je nach System bei höherem Bedarf unterstützt. Nicht jede vorhandene oder neue Therme lässt sich beliebig erweitern. Wärmeerzeuger, Hydraulik, Regelung und Herstellerfreigaben müssen zusammenpassen.

Die Bezeichnung „H₂-ready“ ist ebenfalls modellabhängig. Sie kann sich beispielsweise auf eine zulässige Wasserstoffbeimischung oder auf eine spätere Umrüstung beziehen. Sie sagt allein weder aus, ob am Standort künftig Wasserstoff verfügbar sein wird, noch ob alle künftigen Brennstoffanforderungen erfüllt werden.

Darf eine Gastherme 2026 noch eingebaut werden?

Stand August 2026: Gasthermen dürfen in Deutschland grundsätzlich weiterhin eingebaut werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz hat die frühere einheitliche 65-Prozent-Vorgabe aufgehoben.

Wird eine mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas betriebene Heizung nach dem 29. Juli 2026 neu in ein bestehendes Gebäude eingebaut, muss der Eigentümer nach § 43 GModG sicherstellen, dass der vorgeschriebene Anteil der bereitgestellten Wärme ab 2029 aus den dort genannten klimaneutralen Brennstoffen stammt. Die Stufen betragen 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040.

Die kommunale Wärmeplanung kann wichtige Hinweise auf geplante Wärmenetze und die künftige Versorgung vor Ort geben. Sie ersetzt jedoch nicht die Prüfung des konkreten Gebäudes und der geltenden Vorschriften. Informieren Sie sich deshalb vor der Entscheidung über die örtliche Wärmeplanung, die voraussichtliche Brennstoffversorgung und mögliche Alternativen.

Weitere Informationen bietet die Bundesregierung zum Gebäudemodernisierungsgesetz. Die gesetzlichen Vorgaben für neu eingebaute Gasheizungen im Bestand stehen in § 43 GModG.

Diese Angaben benötigen Sie für die Auswahl

  1. Gebäudeart, Wohnfläche und energetischer Zustand
  2. berechnete Heizlast oder belastbare Anlagendaten
  3. gewünschte Art der Warmwasserbereitung
  4. vorhandene Gasart und Angaben zum bisherigen Gerät
  5. Informationen zu Schornstein, Abgasführung und Kondensatablauf
  6. gewünschter Lieferumfang einschließlich Regelung, Speicher und Zubehör

Eine verständliche Einordnung der Gesamtkosten finden Sie im Ratgeber Kosten einer Gasheizung. Für einen produktnahen Modellvergleich empfehlen wir unsere Top 5 Gasthermen.

Häufige Fragen vor dem Kauf einer Gastherme

Was ist der Unterschied zwischen Heiztherme und Kombitherme?

Eine Heiztherme erzeugt zunächst Heizwärme und kann je nach Ausführung einen separaten Warmwasserspeicher versorgen. Eine Kombitherme bereitet zusätzlich Trinkwasser im Durchlaufprinzip zu und benötigt dafür keinen separaten Speicher.

Welche Leistung sollte meine Gastherme haben?

Die Leistung sollte auf Grundlage der Heizlast des Gebäudes gewählt werden. Zusätzlich sind Warmwasserbedarf, minimale Heizleistung und Modulationsbereich zu berücksichtigen. Eine reine Quadratmeterformel reicht für die Geräteauswahl nicht aus.

Darf ich 2026 noch eine neue Gastherme einbauen?

Ja, Gasthermen dürfen grundsätzlich weiterhin eingebaut werden. Für Anlagen, die nach dem 29. Juli 2026 neu in bestehende Gebäude eingebaut werden, gelten jedoch ab 2029 stufenweise Anforderungen an den Anteil der Wärme aus den in § 43 GModG genannten klimaneutralen Brennstoffen.

Kann ich jede Gastherme mit einem Warmwasserspeicher verbinden?

Nein. Das Gerät muss für den Speicherbetrieb ausgelegt sein. Speicher, Wärmetauscherleistung, Fühler, Umschaltventil und Regelung müssen technisch zueinander passen.

Was muss ich vor der Bestellung prüfen?

Prüfen Sie Geräteart, Heizlast, Gasart, Warmwasserlösung, Abgassystem, Kondensatablauf und Lieferumfang. Lassen Sie außerdem klären, ob die gewählte Therme mit den vorhandenen Anschlüssen und Systemkomponenten kompatibel ist.

Gastherme bei UNIDOMO kaufen und passend zusammenstellen

Sie haben ein bestimmtes Modell im Blick oder benötigen ein vollständiges Paket? Das UNIDOMO-Beratungsteam hilft Ihnen dabei, Therme, Regelung, Speicher, Anschlusszubehör und Abgassystem abzugleichen. Senden Sie uns möglichst Angaben zum Gebäude, zur Heizlast, zur Gasart, zur Warmwasserbereitung und zum vorhandenen Heizsystem. So lässt sich gezielter prüfen, welche Ausführung zu Ihrem Vorhaben passt.

Persönliche Fachberatung

Christoph Schade ist bei UNIDOMO Ansprechpartner für Gas-, Öl- und Solarthermie. Er unterstützt Sie bei der Einordnung von Geräteleistung, Warmwasserlösung, Zubehör und Systemaufbau.

Fachberatung anfragen

Über unseren Experten

Christoph Schade berät Kunden rund um Gas- und Ölheizungen sowie Solarthermie. Bei der Auswahl betrachtet er nicht nur das einzelne Heizgerät, sondern auch Regelung, Warmwasserbereitung, Abgasführung und die vorhandene Anlage.

Mehr über UNIDOMO und unser Team erfahren Sie auf der Seite Warum UNIDOMO?.