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Warmwasseraufbereitung durch Sonnenenergie

Ein großer Teil des Energiebedarfs zur Warmwasseraufbereitung lässt sich mit Sonnenkollektoren decken, denn sie verwandeln Sonnenenergie in warmes Wasser. Das schont sowohl den Geldbeutel, als auch die Umwelt.

Warmes Wasser für Dusche, Bad und Küche ist für jeden Bundesbürger eine Selbstverständlichkeit und zwar zu jederzeit und in jeder Menge. Etwa 70 Liter warmes Wasser verbraucht ein deutscher Haushalt im Schnitt pro Tag. Das kostet Energie, schließlich muss das Wasser zunächst durch die Heizungsanlage oder einen Durchlauferhitzer aufgeheizt werden.

Etwa zwölf Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts gehen durchschnittlichen aufs Konto der Warmwasseraufbereitung. Einen Teil der dafür anfallenden Kosten können sich Hauseigentümer und Eigenheimbesitzer sparen – wenn sie die Sonne die Arbeit machen lassen. Mithilfe von Sonnenkollektoren auf dem Dach wird aus Sonnenstrahlen warmes Wasser für den Haushalt. Bis zu 70 Prozent des täglichen Warmwasserbedarfs lassen sich mit Sonnenenergie decken.

Solarthermie sorgt für warmes Wasser

Das Verfahren, das Sonnenenergie in warmes Wasser verwandelt, heißt Solarthermie und kommt bereits in vielen deutschen Haushalten zum Einsatz. Dabei werden auf dem Hausdach Sonnenkollektoren montiert, in denen eine Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert.

Die Flüssigkeit, ein Mix aus Wasser und Frostschutzmittel, heizt sich durch Sonneneinstrahlung soweit auf, bis sie eine höhere Temperatur als das Wasser im angeschlossenene Brauchwasserspeicher erreicht. Wenn dies der Fall ist, wird das Wasser in den Speicher gepumpt, in dem durch einen Wärmetauscher die Wärmeträgerflüssigkeit das Wasser erwärmt, welches dann beispielsweise zum Duschen, Baden, Händewaschen oder Spülen verwendet wird.

Damit es auch an kalten, wolkenreichen Tagen genügend warmes Wasser im Haus gibt, wird noch zusätzlich ein Heizkessel an das System angeschlossen – entweder der bereits vorhandene oder ein neuer, klimafreundlicher Brennwert-Kessel. Er schaltet sich bei Bedarf ein und gleicht die Schwankungen bei der Sonnenergie aus.

Die Kosten der Warmwasseraufbereitung

Eine Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung lässt sich einfach montieren, ist umweltfreundlich und eignet sich vor allem für Haushalte mit hohem Warmwasserverbrauch. Die Kosten sind abhängig vom verbauten Kollektortyp und dem Heizungssystem.

Als Faustregel gilt: Pro Bewohner sind etwa 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche nötig.

Ein sogenannter Flachkollektor schlägt mit etwa 300 Euro pro Quadratmeter zu Buche, ein effizienterer Vakuumröhrenkollektor kostet pro Quadratmeter rund 600 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für Speicher, Leitungen, Pumpen, Rohre, Regelungstechnik und Montage. Je nach Typ sind damit insgesamt zwischen 5000 und 7000 Euro für eine Solarthermie-Anlage fällig, die einen vierköpfigen Haushalt mit Warmwasser versorgt.

Wird die Anlage größer dimensioniert und mit einer modernen Heizungsanlage kombiniert, lässt sich zusätzlich ein Teil der Heizwärme per Solarthermie erzeugen. Der Einbau einer solchen Kombi-Anlage für Warmwasser und Heizung wird staatlich gefördert, beispielsweise durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Auch die Förderbank KfW unterstützt energieeffizientes Sanieren und Bauen.