Tipps zum Senken des Energieverbrauchs

Der Jahreswechsel 2013/2014 löste bei vielen Verbrauchern Unwohlsein aus, angesichts dessen, was bzgl. der Energiekosten im neuen Jahr auf sie zukommen soll. Seit Jahren werden wir in Deutschland mit ständig steigenden Energiekosten konfrontiert. Daran wird sich auch im Hinblick auf die bevorstehende Energiewende samt Ausstieg aus der Atomenergie wohl kaum etwas ändern.

Doch was kann der Verbraucher tun, um der gefürchteten Preisspirale zu entgehen? Ein Anbieterwechsel wird nur kurzzeitig Entlastung bringen, die entsprechenden Preiserhöhungen werden sich zwangsläufig bei allen Energieversorgern ergeben – der eine gibt sie früher bekannt, der andere etwas später.

Wer wirklich langfristig sparen möchte, erreicht dies nur dadurch, dass er seinen Energieverbrauch effektiv reduziert. Wie Sie das schaffen, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Zunächst jedoch ist es wichtig zu wissen, dass sich der Energieverbrauch im Haushalt aus mehreren Faktoren zusammensetzt. Dazu gehören z. B. der Stromverbrauch, die Nutzung der Heizung, Frisch- und Abwasser und vieles mehr. Eine effektive Senkung des Gesamtenergieverbrauchs lässt sich also nicht allein dadurch erreichen, dass beispielsweise am Strom gespart wird.

Energiespartipps beim Bauen oder Renovieren

Wer bereits beim Bauen oder Renovieren einer Immobilie seinen Fokus auf maximale Energieersparnis legt, handelt verantwortungsbewusst und vorausschauend. Hier einige Tipps, worauf diesbezüglich zu achten ist:

Thema Wärmedämmung: Während insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren gesundheitsschädliche Stoffe wie Asbest zur Wärmedämmung eingesetzt wurden, verwendet man heute größtenteils natürliche Materialien wie Holz- und Kokosfasern. Wichtig sind jedoch nicht nur die richtigen Materialien, sondern auch die korrekte Positionierung der Wärmedämmung. Zudem muss die Dämmung mit den Energiequellen im Haus – z. B. der Heizanlage – perfekt harmonieren.

Die größten Kältebrücken im Haus stellen Türen und Fenster dar. Hochwertige Fenster mit Doppel- oder Dreifachverglasung sind zwar in der Anschaffung teurer, sparen aber langfristig viel Energie ein. Räume mit niedrigerer Deckenhöhe helfen effektiv, Energie einzusparen. Einfache Hausformen sind im Hinblick auf den Energieverbrauch günstiger als stark verschachtelte Gebäude.

Energiespartipps für Strom

Strom ist der Energielieferant, mit dem sich am leichtesten Einsparungen erzielen lassen. Und so geht´s:

  • Dieser gute alte Tipp gilt immer noch: Belassen Sie Ihre Elektrogeräte nicht im Stand-by-Modus, sondern schalten Sie sie immer komplett ab. Dabei helfen Mehrfachsteckdosen mit Ein- & Aus-Schalter.
  • Drehen Sie den Kühlschrank im Winter auf die kleinste Stufe.
  • Benutzen Sie für Ihren Herd nur Töpfe und Pfannen, die genau zur Plattengröße passen. Tipp: Bei einem Induktionsherd ergibt sich dieses Problem erst gar nicht.
  • Waschmaschine / Trockner: Benutzen Sie die Geräte erst, wenn die Trommeln wirklich voll sind. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Energieeffizienzklasse.

Energiespartipps für Wasser & Abwasser

Frischwasser und Abwasser werden seit Jahren immer teurer, den Verbrauch unterschätzen viele Menschen. Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, sparen Sie langfristig viel Wasser ein:

  • Wassersparaufsätze für die Wasserhähne an Waschbecken und Duschbrausen machen sich schon nach kurzer Zeit bezahlt.
  • Tauschen Sie Ihren Wasserspülkasten der Toilette gegen ein modernes, wassersparendes Modell aus.
  • Duschen verbraucht in der Regel viel weniger Wasser als ein Vollbad.
  • Achten Sie bei der Neuanschaffung von Geschirrspüler und Waschmaschine auf einen niedrigen Wasserverbrauch.
  • Eine Regenwassernutzungsanlage erfordert zur eine gewisse Investition, amortisiert sich aber oft schon nach wenigen Jahren.

Energiespartipps für die Heizung

Die Heizung ist immer noch der größte Energieverbraucher in jedem Haus. Hier die wichtigsten Tipps, um langfristig Heizenergie einzusparen:

  • Lüften Sie immer nur einmal am Tag, indem Sie die Fenster für circa 15 Minuten vollständig öffnen und dann wieder schließen.
  • Bringen Sie sogenannte Zugluftstopper an Türen und evtl. nicht dicht schließenden Fenstern an.
  • Heizkörper sollten weder mit Möbeln zugestellt noch abgedeckt ein. So verteilt sich die Wärme viel besser im Raum und es wird weniger Heizleistung benötigt.
  • Halten Sie nach Möglichkeit alle Türen im Haus geschlossen. So werden energiefressende Kältebrücken vermieden.
  • Sie sehen, schon mit einfachen Mitteln lässt sich im täglichen Ablauf eine Menge Energie und somit auch bares Geld sparen.

Veröffentlicht am 8. Juni 2017