Stromfressern den Appetit verderben

In der Küche brummt ein Kühlschrank Baujahr 1987 vor sich hin, die Waschmaschine ist auch schon mächtig in die Jahre gekommen – vom Trockner ganz zu schweigen. Und in den Wohnräumen sind Fernseher, Blu-ray-Player, Stereoanlage, Spielekonsolen und Computer im Dauer-Stand-by-Modus. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Stromrechnung auf astronomische Höhen klettert. UNIDOMO® verrät Ihnen, wie Sie mit einigen einfachen Tricks Strom sparen und mit neuen Haushaltsgeräten den Geldbeutel schonen können.

Richtig ausknipsen statt nur in Stand-by versetzen

Viele moderne Unterhaltungselektronikgeräte haben keinen richtigen Ausschalter, sind rund um die Uhr im Stand-by-Betrieb – oder verbrauchen selbst scheinbar ausgeschaltet noch Energie. Auf diese Weise wird eine gigantische Menge an Strom vergeudet. Laut Bundesumweltamt belaufen sich die Kosten für den Stand-by-Verbrauch deutschlandweit auf enorme vier Milliarden Euro pro Jahr!

Das Irre dabei: Da sich die Geräte zuallermeist viel länger im Stand-by als im tatsächlichen Betrieb befinden, zahlen Verbraucher mehr für die Dauerbereitschaft als für die tatsächliche Nutzung von Fernseher, DVD-Player & Co.

Das Gegenmittel ist denkbar einfach: Stromstecker ziehen. Da das auf Dauer unkomfortabel ist, empfiehlt sich die Anschaffung abschaltbarer Steckdosenleisten. Werden die Leisten ausgeknipst, kann keines der angeschlossenen Geräte mehr Strom ziehen.

Ladegeräte von der Steckdose nehmen, Akku-betriebene Geräte nicht dauerhaft aufladen

Wer seine Ladegeräte am Stromnetz hängen lässt, auch wenn gerade gar kein Gerät aufgeladen wird, verschwendet oft unnötig Energie. Viele Ladegeräte verbrauchen nämlich auch dann Strom, wenn sie nichts laden. Ob das so ist, lässt sich sehr einfach überprüfen. Fasst man den Auflader an und er ist warm, dann saugt er auch Saft der Stromleitung.

Geräte wie schnurlose Telefone und elektrische Zahnbürsten müssen nicht ständig in der Ladestation stecken, auch Notebooks brauchen keine Dauerstromversorgung per Netzteil. Diese und viele andere Geräte haben einen Akku, den man nutzen kann und sollte. Das senkt ebenfalls den Stromverbrauch.

Haushaltsgeräte: Strom sparen beim Neukauf und im laufenden Betrieb

Eine neue Waschmaschine, einen Trockner und Kühlschrank kauft man nicht mal eben so, die Geräte sind eine größere Investition. Bei einer Neuanschaffung sollte man dann aber unbedingt auf die Energieeffizienzklasse achten – was natürlich auch beispielsweise für einen neuen Flachbild-TV gilt.

Wie viel Geld sich dabei sparen lässt, verdeutlicht diese Beispielrechnung des Bundesumweltamts: Ein Kühlschrank (240 Liter Fassungsvermögen, mit Tiefkühlfach) der Effizienzklasse A+++ verbraucht bei einer Nutzungsdauer von zwölf Jahren rund 510 Euro weniger an Strom als ein Gerät der Klasse A. Der etwas höhere Preis für energieeffiziente Haushaltsgeräte macht sich also relativ schnell bezahlt.

Wer sein altes Haushaltsgerät nicht kurzfristig durch ein modernes ersetzen möchte, kann trotzdem die Kosten senken – indem er auf einen möglichst sparsamen Betrieb achtet.

Beim Kühlschrank etwa muss die Kühltemperatur nicht auf die höchste Stufe eingestellt sein, regelmäßiges Abtauen mindert ebenfalls den Stromverbrauch. Und auch beim Waschen lässt sich kräftig Strom sparen, wenn Wäschen mit fast leerer Trommel vermieden werden und man möglichst selten mit 60 oder gar 90 Grad wäscht. Zur Veranschaulichung: Wenn die Maschine mit 30 statt mit 60 Grad läuft, verbraucht sie nicht mal halb so viel Strom. Und wer mit 60 statt mit 90 Grad wäscht, spart mindestens 40 Prozent an Strom ein.

Veröffentlicht am 9. Juni 2017