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Regenerativ heizen

Der Umwelt Gutes tun. Diese Art des Heizens dient dem Erhalt der lebenswerten Umwelt und ist gleichzeitig auch noch wirtschaftlich. Bei dieser Form kommen Wärmequellen zum Einsatz, bei denen die Primärenergieträger, die dafür benötigt werden, in dieser Menge schnell wieder herzustellen sind.

Die Solarthermie

Bei dieser Form der Heizungsanlage werden die Wärmestrahlen von Kollektoren eingefangen und in diesen Kollektoren auch gesammelt. Die Kollektoren stellen diese Wärme dem Heizsystem zur Verfügung. Die Wärme, die entsteht, wird von den schwarzen Oberflächen aufgenommen und anschließend wird die Flüssigkeit in die Leitungen abgegeben. Diese Flüssigkeit besteht meistens aus einem Gemisch aus Wasser und Glykol. Sie wird dringend gebraucht bei dem Einsatz der Kollektoren im Winter, wenn die Außentemperatur unter null Grad sinkt. Wegen des Temperaturunterschiedes wurden in solchen Anlagen Umwälzpumpen eingebaut. Diese werden zwischen der Temperatur der Kollektoren und der Heizwassertemperatur gesteuert. Sie ist verantwortlich für den Wärmetransport, der nötig ist. Die Kollektoren gibt es in Form der Flachkollektoren sowie auch der Röhrenkollektoren. Die Röhrenkollektoren erreichen einen höheren Wirkungsgrad als die Flachkollektoren.

Die passive Solartechnik

Von einer solchen ist die Rede, wenn die Ausrichtung bauphysikalisch gesehen, von opaken Flächen, wie beispielsweise Fenster gewählt werden. Über das ganze Jahr hinweg kann so von einem Wärmeeintrag ausgegangen werden. Aufgrund der geringen Dämmdichtung ist dieser höher als der geringe Verlust an Wärme im Vergleich zu den geschlossenen Außenwänden. Diese Methode wird jedoch fast gar nicht als solche genutzt, taucht aber in den Berechnungsansätzen der Energieeinsparverordnung immer wieder auf. Dies ist der Grund dafür, dass diese Technik häufiger angewendet wird als eine aktive solarthermische Heizung. Des Weiteren ist auch die Wirtschaftlichkeit der passiven Solartechnik um einiges höher, im Vergleich zu der aktiven Variante.

Mit Holz heizen

Diese Art der Wärmegewinnung kam gerade in den letzten 15 Jahren wieder auf. Unterschiedliche Methoden kommen dabei in Frage. Zu diesen gehören Kaminofen, Pelletofen, und Festbrennstoffkessel.

Die Kaminöfen

Diese sind nicht nur die Wärmequelle des Wohnraumes, sondern oftmals auch die Designeinrichtung im jeweiligen Raum. Sie geben eine wohlige Wärme ab und präsentieren sich in einer bestechenden Optik. Gerade im Falle von extremen Witterungen wird diese Art des Heizens als sehr angenehm behaglich empfunden. Fast immer liegt das an ihrer überdimensionierten Größe bezogen auf den Raum. Die Strahlungswärme, die sich mit den Kaminen erzeugen lässt sowie auch die hohen Raumlufttemperaturen, welche bei der Verwendung eines Kamins entstehen, sind der komplette Gegenpol zu der Witterung draußen. Das Verheizen von Holz macht diese Methode zu einer regenerativen Methode. Kohle könnte zwar auch verwendet werden, doch Kohle wäre keine regenerative Energiequelle.

Der Holzkessel

Bei dieser Form wird die Feuerstelle in die Heizanlage eingebaut. Mit einem Holzkessel ist es möglich ganze Stücke zu verheizen. Die Kochkessel stellen eine besondere Art der Befeuerung dar. Die Kochabwärme ist dabei aber eher ein Abfallprodukt.

Holzschnitzel und Pellets

Eine Kombination aus Transportsystemen und Kesseln, bei denen Holzschnitzel oder Holzpellets zum Einsatz kommen, ist die bequemste Art beim Heizen mit dem regenerativen Energieträger Holz. Der Betreiber muss dabei nicht, wie es auch bei der klassischen Ölheizung und Gasheizung der Fall ist, manuell für den Brennstoffnachschub sorgen. Mit Hilfe eines erzeugten Unterdrucks oder einer Förderschnecke gelangen die Brennstoffe zum Kessel. Die Größe der Holzpellets ist genormt. Sie bestehen aus gepressten Holzabfällen. Ihr Durchmesser ist vergleichbar mit dem Durchmesser eines Bleistiftes. Aufgrund ihrer kompakten Länge können sie geliefert werden in beliebigen Liefereinheiten. Die Holzabfälle lassen sich mit dem System sinnvoll nutzen. Mit einer Größe von ca. 5 cm² sind die Holzschnitzel nicht ganz so kompakt.

Die Wärmepumpen

Bei diesem System wird die Energie aus einer Quelle gefördert und anschließend in die Heizung geleitet. Auch in dem Bereich gibt es verschiedene Systeme. Dies sind die Wasser-Wasser-Wärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen, Erdwärmepumpen und Brauchwasserwärmepumpen.

Eines haben alle gemein. Über einen Kompressor erfolgt die Verdichtung eines Mediums. Äquivalent wird durch die Verdichtung beim Medium die Temperatur erhöht und dann im Anschluss an das Heizsystem abgegeben Wenn sich das Medium wieder abgekühlt hat, folgt eine Entspannung des Mediums über ein Ventil, wodurch auch der Druck und die Temperatur wieder abnehmen.

Bei dem System aus Luft/Wasser-Wärmepumpen wird von diesem der Wärmeinhalt aus der Atmosphäre in das Heizsystem abgegeben. Die Temperatur des Mediums wird auf eine Atmosphärentemperatur erhöht. Damit es zur Entspannung des Mediums kommen kann, erfolgt die Entspannung des Mediums über ein Ventil. Bis zu der vollständigen Abkühlung muss genügend Entspannung vorliegen. Über dieses Temperaturgefälle wird von der Atmosphäre Wärme auf das Medium abgegeben. Ist die Außentemperatur sehr gering, sinkt gleichzeitig auch der Wirkungsgrad der Luft/Wasserwärmepumpe. Durch diese niedrigeren Temperaturen muss auch mehr geheizt werden. Somit ist bei diesem System die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe enorm abhängig von der Außentemperatur.

Systeme bei denen das Grundwasser oder Erdreich genutzt wird, sind daher besser. Die dort herrschenden Temperaturen sind um einiges stabiler bzw. sind sie eigentlich immer höher im Falle eines höheren Wärmebedarfs. Meistens ist jedoch auch bei diesem System der investive Aufwand auch um einiges höher und hängt ebenfalls ab von den örtlichen Gegebenheiten.

Die Wohnraumlüftung

Hierbei wird der Wärmebedarf, der nötig für die Erwärmung ist und von außen in ein Gebäude dringt, gesenkt. Diese Gebäude werden „luftdicht“ gebaut. Eine Lüftungsanlage ist verantwortlich für die Sauerstoffversorgung. Dieses entzieht der Abluft die Wärme mit Hilfe eines Wärmetauschers. So lassen sich bis zu 90 Prozent Einsparpotenziale erzielen.

Die Biogasanlagen

Regenerativ ist auch die Wärme aus den Biogasanlagen. Aufgrund von gewissen Voraussetzungen, die bei dieser Anlage bestehen, ist eine solche nicht für jedermann zu bekommen. Das Vergären biologischer Abfälle lässt Biogas entstehen. Für eine Biogasanlage ist eine bestimmte Anlagentechnik nötig, welche mit hohen Kosten verbunden ist. Überwiegend im ländlichen Bereich finden sich solche Anlagen. Diese müssen professionell und mit höchster Güte betrieben werden, da in den Biogasen meist aggressive Anteile enthalten sind. In den Städten besteht als Alternative die Möglichkeit die Energie, die regenerativ erzeugt wurde, mittels Fernwärme zu erhalten, wenn dafür ein ausgebautes Fernwärmenetz vorhanden ist sowie auch die entsprechenden Kraftwerke, wie zum Beispiel ein Biomasse-Heizkraftwerk.

Das Blockheizkraftwerk

Mittlerweile ist sogar ein eigenes Kraftwerk im Keller möglich. Zu den neuesten Anlagen gehören die Mini- und Mikro-BHKWs. Diese sind perfekt für Einfamilienhäuser und kleine Wohneinheiten und auch genau für diese konzipiert worden. Durch diese speziellen Anlagen verringern sich auch die Installationskosten. Blockheizkraftwerke lassen sich mit regenerativen und fossilen Brennstoffen betreiben.

In Frage kommen die Blockheizkraftwerke insbesondere für diejenigen, die sich dazu entschlossen haben, neu zu bauen oder die gesamte Energie- und Wärmeversorgung des bereits bestehenden Gebäudes komplett auf die neue Technik umstellen zu lassen. In den meisten Fällen wird das nur funktionieren, sofern das Haus ohnehin von Grund auf renoviert bzw. saniert werden soll. Diese Kraftpakete scheiden da aus, wo sie ein alleiniger Ersatz des bestehenden Heizsystems sein sollen. Im Falle von umfassenden Maßnahmen jedoch stellen sie eine Alternative dar, die sich durchaus lohnt.

Veröffentlicht am 6. Juni 2017, zuletzt bearbeitet am 22. Dezember 2017