Persönliche Beratung von Fachleuten:  04621 30 60 89 90

Neue Heizung - was beachten?

Wenn Sie vor der Anschaffung einer neuen Heizungsanlage stehen, haben Sie die Qual der Wahl beim Heizungskauf. Noch nie war die Technologie- und Gerätevielfalt der Wärmeerzeuger so groß wie heute. Von der einfachen Heizungsanlage bis zum hochtechnisierten Mini-Kraftwerk kann mittlerweile alles in den Keller eingebaut werden. Vorausgesetzt die Größe der nutzbaren Fläche und der Inhalt des Geldbeutels stimmen. Der Einbau einer neuen Heizung in das Haus ist eine aufwendige Maßnahme und benötigt viel Planung und Vorarbeit.

Wenn man sich vor 10 Jahren eine Heizung gekauft hat war das wichtigste Qualitätskriterium neben dem Hersteller die Kilowatt-Angabe. Diese ist auch heute noch wichtig, sollte jedoch keinesfalls das einzige Kriterium beim Heizungskauf sein. Entscheidend ist, dass die notwendige Leistung mit einem möglichst geringen Einsatz von Brennstoff erzielt wird (Normnutzungsgrad). Die Energieeffizienz der Stromerzeugung sollte bereits vor dem Kauf auf den Prüfstand kommen, denn ein hoher Nutzungsgrad garantiert längst noch keine starke Energieeffizienz. Wenn die Heizung selbst viel Strom verbraucht, dann kann dieser Wert sehr schnell – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Keller sinken. Ebenso sollten Sie nicht vergessen zu prüfen, ob Ihre neue Heizung mit anderen Stromerzeugungsquellen kompatibel ist, denn Wind- und Solarenergie werden immer wichtiger und sollten nicht pauschal ausgeschlossen werden.

Welcher Brennstoff ist für mich der Richtige?

Die in Zukunft noch mehr steigenden Kosten für fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas werden immer mehr zu einem Umdenken der Bevölkerung bei der Auswahl ihrer Heizungssysteme führen. Hierbei sollten Sie keinesfalls ausschließlich den Kostenfaktor im Auge zu haben und unsere Umwelt nicht zu vernachlässigen. Schritt 1 ist der Ausbau und die Entsorgung der bestehenden Heizung, dessen Kosten Sie auf keinen Fall vergessen sollten. Beispielsweise kann der bereits vorhandene Tank einer Ölheizung für eine neue Gasheizung nicht genutzt werden.

Oftmals muss der Gastank aus Sicherheitsgründen außerhalb des Hauses angebracht werden. Hierbei sollte überlegt werden, ob sich der Umstieg auf eine andere Brennstoffart lohnt, da beispielsweise neben der Heizung der Öltank ebenfalls ausgetauscht werden muss und dies weitere Kosten mit sich bringt. Leider ist es heute unmöglich geworden ohne vorhandenes Fachwissen die richtige Heizung zu kaufen. Mit Niedertemperatur- und Brennwerttechnik, Stand- und Wandkessel und Solaranlagen über Biomasse-Heizkessel bis hin zur Fußbodenheizungen wird die Suche nach der richtigen Heizung immer schwieriger.

Welche Vorarbeit muss geleistet werden?

Um die Anzahl der relativ teuren Handwerkerstunden möglichst klein zu halten, sollte so gut wie möglich Vorarbeit geleistet werden. Der für die neue Heizung vorgesehene Raum sollte sehr sauber und trocken sein und die neue Heizungsanlage schon an ihrem vorgesehenen Platz stehen. So müssen nur noch die Anschlüsse für die Zuleitungen und die Elektrik verlegt werden und somit reduzieren sich die Arbeitsstunden durch schon geleistete Vorarbeiten. Über diese einfachen Grundschritte hinaus ist es leider, als Laie, relativ schwierig weitere Schritte selbst zu erledigen.

Wird für den Einbau ein Fachbetrieb benötigt?

In der Regel werden Heizungsanlagen nicht im Do-it-yourself-Stil installiert, da gerade bei einer Gasheizung schon die Anmeldung zur Abnahme durch einen Fachbetrieb erfolgen muss. Der zuständige Schornsteinfegermeister will normalerweise ebenfalls wissen wer den Einbau vorgenommen hat um eine ausreichend funktionstüchtige Heizung zu gewährleisten. Gerade bei einer Gasheizung sollten Sie hier sehr stark aufpassen, denn die Gefahren eines Gaslecks werden häufig unterschätzt.

Lassen Sie im Zweifelsfall lieber den Fachmann die Installation vornehmen, denn beim Einbau durch eine Privatperson gibt es weitere rechtliche Bedingungen. Wird der Einbau von einer Privatperson erledigt (Sachkenntnis ist Grundvoraussetzung), muss für die fachgerechte Installation offiziell ein Meisterbetrieb die Verantwortung übernehmen. Dies hängt mit der großen Gefahrenlage zusammen, die bei unsachgemäßer Installation entsteht. Diese Verantwortungsübernahme wird vom Meisterbetrieb nur in speziellen Situationen erfolgen, da die Installation ein natürliches Gefahrenpotenzial mit sich bringt und für den Betrieb auch ein bestimmter Ruf auf dem Spiel steht.

Eine dieser speziellen Situation kann zum Beispiel eine bestehende Freundschaft sein. Hierbei kann sehr schnell ein großer Schaden entstehen, wir empfehlen deshalb eine Installation durch einen fachkundigen Fachmann.

Veröffentlich am 6. Juni 2017 von Marp Arps