Persönliche Beratung von Fachleuten:  04621 30 60 89 90

Heizung - häufige Fragen

Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Thema Heizung. Ganz egal ob Sie wissen möchten, wie man einen Heizkörper entlüftet oder wie Sie die benötigte Heizleistung vor dem Kauf einer neuen Heizung berechnen - hier werden Sie fündig!

Heizung entlüften

Ihre Heizkörper werden nicht warm? Sie hören ein "gluckern" aus Ihrem Heizkörper? Ein einfaches Entlüften kann schon die Lösung sein. Durch Luft im Heizungssystem kann das Wasser nicht mehr richtig zirkulieren und ist oftmals der Auslöser für lauwarme oder kalte Heizkörper. Sie können die Heizung in wenigen Schritten ganz leicht selbst entlüften. Alles was Sie dazu benötigen ist ein Entlüftungsschlüssel (Vierkantschlüssel), ein kleines Gefäß und gegebenenfalls einen Lappen oder ein Handtuch.

  1. Bevor Sie die Heizung entlüften, müssen Sie die Umwälzpumpe ausstellen. Bei nicht abschalten wirbelt weiterhin Luft im System umher, wodurch eine vollständige Entlüftung nicht möglich ist.

  2. Warten Sie ungefähr eine Stunde. So hat die Luft genügend Zeit sich zu sammeln.

  3. Drehen Sie alle Heizkörper auf die höchste Stufe.

  4. Beginnen Sie mit dem Entlüften. Das Ventil befindet sich gegenüber dem Thermostat auf dem anderen Ende des Heizkörpers. Legen Sie einen Lappen unter das Ventil auf den Boden. Halten Sie mit einer Hand ein Gefäß unter das Ventil und beginnen dann mit dem Entlüftungsschlüssel das Ventil vorsichtig aufzudrehen.

    Öffnen Sie das Ventil ungefähr eine halbe Drehung. Die Luft entweicht und macht sich durch ein Zischen bemerkbar. Sobald das Zischen vorbei ist und Heizungswasser beginnt auszutreten, können Sie das Ventil wieder schließen. Diesen Vorgang wiederholen Sie nun Heizkörper für Heizkörper.

  5. Nachdem Sie alle Heizkörper entlüftet haben, schalten Sie die Umwälzpumpe wieder ein und überprüfen den Wasserdruck. Falls nicht genügend Druck vorhanden ist, füllen Sie etwas Wasser nach. Die Betriebsanleitung der Heizung hilft Ihnen dabei, falls Sie sich nicht ganz sicher sind.

Heizung wird nicht warm?

Wenn Ihre Heizung nicht richtig heizt und die Heizkörper nicht warm werden, dann gibt es ein paar Dinge die Sie selbst kontrollieren können bevor Sie den Fachmann einschalten.

Am besten fangen Sie mit der Entlüftung der Heizkörper an. Durch Luft im Heizungssystem kann das Wasser nicht mehr richtig zirkulieren und ist oftmals der Auslöser für kalte Heizkörper.

Sollte das nicht die Ursache sein, können Sie als nächstes überprüfen, ob das Thermostatventil am Heizkörper klemmt. Um auf das Ventil zu treffen, müssen Sie den Thermostatkopf über die Überwurfmutter entfernen.

Das Ventil sollte idealerweise ca. 5 mm herausragen und sich leicht bewegen lassen. Sitzt die Ventilspindel fest, kann sie durch Hin und Her bewegen mit einer Zange gelöst werden. Sobald sich der Stift wieder leicht bewegen lässt ist dieses Problem gelöst und der Thermostatkopf kann wieder angebracht werden.

Eine weitere Ursache kann ein fehlender hydraulischer Abgleich sein. Hierzu ist allerdings ein Fachbetrieb erforderlich, den Sie oder Ihr Vermieter beauftragen müssen. Ein hydraulischer Abgleich ist eine genaue Einstellung sowie Optimierung des Heizsystems. Er sorgt dafür, dass warmes Wasser im Heizsystem gleichmäßig verteilt wird und jeder Heizkörper ausreichend Heizwasser bekommt. Nach einem hydraulischen Abgleich arbeiten Heizung, Umwälzpumpe sowie Thermostatventile wieder effizient zusammen.

Wann Heizung erneuern?

Für den Heizungsaustausch kann es mehrere Gründe geben. Für viele alte Heizungsanlagen, die schon ein paar Jahrzehnte ihren Dienst geleistet haben gilt mittlerweile sogar eine Austauschpflicht. Grund dafür sind ein ineffizienter Energieverbrauch und eine hohe Klimabelastung. Es gilt die bundesweite Vorschrift, dass Heizungsanlagen die älter als 30 Jahre sind ausgetauscht werden müssen. Wer sich nicht sicher ist wie alt seine Heizung ist, der schaut auf das Typenschild oder informiert sich bei seinem Schornsteinfeger.

Manch ein Austausch ist auch absehbar. Sobald der Schornsteinfeger bei den Abgasprüfungen feststellt, dass die Grenzwerte nicht mehr einzuhalten sind müssen Sie Ihre Heizung ebenfalls tauschen. Dieser Fall deutet sich über die Jahre an und ist anhand der Messprotokolle abzusehen. Im Allgemeinen sollte man nach 15 Jahren über einen Austausch der Heizung nachdenken oder zumindest von einem Fachmann eine Generalinspektion durchführen lassen.

Die meisten Heizungsanlagen haben eine hohe Langlebigkeit und laufen auch nach vielen Jahren noch zuverlässig. Leider ist nur die verbaute Technik nicht mehr zeitgemäß und es ist zu kostspielig sie weiter zu betreiben. Moderne Heizungen sind um ein vielfaches effizienter und sparsamer. Sie verbrauchen weniger Brennstoff und durch hocheffiziente Pumpen auch weniger Strom. Für noch mehr Effizienz können Sie Ihre Heizung beispielsweise mit einer Solaranlage kombinieren.

Bestimmte Heizungssysteme werden sogar durch den Staat gefördert und unterstützt Sie so bei der Finanzierung.

Heizleistung berechnen

Um die benötigte Leistung der neuen Heizung zu ermitteln, muss grundsätzlich zwischen einem nicht sonderlich gut isoliertem Altbau und einem Neubau unterschieden werden. Bei einem Altbau sollte die Heizung auf 100 Watt Heizleistung pro m²-Wohnfläche kommen. Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² kommt dann also eine Heizung mit 15 kW in Frage.

Bei einem Neubau wird etwa die Hälfte dieser Heizleistung benötigt.

Rechenbeispiel:

Benötigte Heizleistung (Altbau): 100 Watt pro m²
Größe Einfamilienhaus: 150 m²

100 Watt x 150 m² = 15.000 Watt = 15 kW

Für ein 150 m² großes Altbau-Einfamilienhaus wird eine Gastherme mit 15 kW benötigt.

Veröffentlicht am 9. Juni 2017