Zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung | UNIDOMO

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Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung

Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden in Neubauten immer beliebter und durch die Energieeinsparverordnung auch immer notwendiger. Unter Wärmerückgewinnung versteht man die Wiedernutzbarmachung von bereits vorhandener Wärme. Das Ziel der Wärmerückgewinnung ist es Energiekosten zu sparen und Emissionen zu verringern. Bei einem Luftwechsel mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung heißt es im Konkreten, dass die Wärme der Abluft dazu genutzt wird, um die frische Zuluft zu temperieren.

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Wärmerückgewinnung senkt Energieverbrauch

Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung helfen, die Heizkosten massiv zu senken – in Zeiten steigender Energiepreise mehr als ein netter Nebeneffekt. Sogenannte Wärmetauscher übertragen die Wärme der Abluft an die frische Außenluft. Sie sind somit das Herzstück der Lüftungsanlage, denn mit ihnen steht und fällt die Energieeffizienz des ganzen Systems.

Voraussetzungen für effiziente Wärmerückgewinnung

Die wichtigste Voraussetzung für effiziente Wärmerückgewinnung ist eine dichte Gebäudehülle. Bei einem gut gedämmten Haus geht am wenigsten Energie aus dem inneren verloren. Aus diesem Grund wird in Passivhäusern und Niedrigenergiehäusern die höchste Effektivität und Wirtschaftlichkeit mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreicht. Ob Ihr Gebäude ausreichend für einen effizienten Betrieb geeignet ist, lässt sich zum Beispiel mit einem Blower-Door-Test feststellen.

Vorteile und Nachteile der Wärmerückgewinnung

Vorteile:

  • Wärmerückgewinnung nutzt Energie, die sonst durch die Gebäudehülle, Fenster und Türen verloren gehen würde
  • Sie sparen Heizkosten und schonen die Umwelt
  • Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind förderfähig

Nachteile:

  • nur effektiv mit sehr dichter Gebäudehülle, dadurch meistens nur für Neubauten geeignet
  • nachträglicher Einbau in geeigneten Bestandsgebäuden nur sehr schwer und mit hohem Aufwand realisierbar
  • Anschaffungskosten

Wie funktioniert die Wärmerückgewinnung?

Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung verteilen über Kanäle warme Luft in Ihrem Haus. Die verbrauchte Raumluft wird abgesaugt und durch Frischluft ausgetauscht. Der Wärmetauscher entzieht der Abluft bis zu 90 % der Wärme. Diese gelangt dann mit der frischen Zuluft wieder in das Haus. In unserem Onlineshop haben wir für Sie sowohl dezentrale, als auch zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung im Angebot. Darunter finden Sie Geräte von namhaften Herstellern wie Buderus, Helios oder Lunos.

Wie bereits erwähnt wird grundsätzlich zwischen einer dezentralen und einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung unterschieden. Die dezentralen Geräte kommen zum Einsatz, wenn Sie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für einen einzelnen Raum benötigen wie zum Beispiel das Bad oder die Küche. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gehört zu den effektivsten Lösungen, um Ihren Neubau zu lüften und gleichzeitig Energie zu sparen. Dank der Wärmerückgewinnung werden bis zu 90 % der Wärme aus der Abluft gewonnen und mit der Zuluft wieder zugeführt. Somit sorgt ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung nicht nur für frische Luft, sondern Sie sparen auch noch Energiekosten.

Die verschiedenen Typen von Wärmetauschern

Die gängigsten Wärmetauscher sind sogenannte Plattenwärmetauscher. Bei Plattenwärmetauschern strömen Frischluft und Abluft durch eine Anordnung aus dünnen Platten, die aus Aluminium oder Kunststoff bestehen. Die Energie wird von der warmen Luft über die wärmeleitenden PIatten an die kühle Außenluft übertragen, die sich dadurch erhitzt. Die Zuluft sollte dabei auf eine Temperatur von mindestens 17 Grad erwärmt werden, um den zusätzlich Heizbedarf möglichst niedrig zu halten. Wie effizient ein Wärmtauscher arbeitet, hängt von seiner Größe und der Bauart ab.

Man unterscheidet zwischen drei Arten von Plattenwärmetauschern:

Kreuzstromwärmetauscher. Bei diesen Geräten werden die Luftströme der Zu- und Abluft so durch die Platten geführt, dass sich ihre Richtungen kreuzen. Nachteil: Die Kontaktdauer ist vergleichsweise kurz und damit auch der Zeitraum, der für die Wärmeübertragung von der Abluft auf die frische Luft zur Verfügung steht. Der Wärmerückgewinnungsgrad ist bei Geräten dieser Bauart relativ niedrig.

Gegenstromwärmetauscher. Hier fließen die Luftströme parallel in entgegengesetzter Richtung, was die Kontaktdauer verlängert und einen höheren Wärmeaustausch zur Folge hat. Gegenstromwärmetauscher sind daher deutlich effizienter als Kreuzstromwärmetauscher.

Kreuzgegenstromwärmetauscher. Diese Mischform aus beiden Bauarten ist ebenfalls besonders effizient. Die Luftströme werden zum Teil über Kreuz und zum Teil im Gegenstromverfahren aneinander vorbeigeführt.

Arten der Wärmerückgewinnung

Die Wärmerückgewinnung in einer zentralen Lüftungsanlage funktioniert über einen verbauten Wärmetauscher. Technisch gesehen, ist der Vorgang der Wärmerückgewinnung auf zwei verschiedene Arten möglich. Es wird zwischen der rekuperativen Wärmerückgewinnung und der regenerativen Wärmerückgewinnung unterschieden.

Die rekuperative Wärmerückgewinnung:

Diese Art der Wärmerückgewinnung lässt sich frei mit "wiedergewinnen" übersetzen und kommt in erster Linie in zentralen Lüftungsanlagen zum Einsatz. Zu- und Abluftstrom sind voneinander getrennt und kommen nicht miteinander in Berührung. Häufig wird bei der rekuperativen Wärmerückgewinnung auf einen Plattenwärmetauscher für die Übertragung der Wärme gesetzt, der aus besonders leitfähigem Metall besteht. Frischluft und Abluft strömen dabei in verschiedenen, angeordneten Kanälen aneinander vorbei, während die Wärme der Abluft sich auf die frische Zuluft überträgt. Da die zwei Ströme nicht miteinander in Berührung kommen, werden Gerüche und andere Partikel nicht mit übertragen. Der Luftaustausch ist also äußerst hygienisch. Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ist meistens sehr leistungsstark und kommt dort zum Einsatz, wo ein konstant hoher Luftaustausch erforderlich ist.

Die regenerative Wärmerückgewinnung:

Bei der regenerativen Wärmerückgewinnung findet die Zu- und Abluftströmung abwechselnd statt. Die Wärme der Abluft wird im sogenannten Regenerator, meist ein hochwertiger Keramikkörper, zwischengespeichert bis sie wieder an die frische Zuluft abgegeben wird. Für die abwechselnde Strömungsrichtung der Luft ist ein Reversierventilator zuständig. Dieser wechselt nach bestimmten Intervallen die Laufrichtung, wobei das Speichermedium im Abluftmodus die Wärme aufnimmt und im Zuluftmodus wieder abgibt. Zum Einsatz kommt die regenerative Wärmerückgewinnung überwiegend bei dezentralen Lüftungsgeräten und ermöglicht durch die hohe Wärmekapazität des Keramikkörpers eine Wärmerückgewinnung von 80 bis 90 %.

Wärmerückgewinnung bei zentraler Lüftung:

Bei der zentralen Lüftung mit der rekuperativen Wärmerückgewinnung wird alles von einem Gerät gesteuert. Das gesamte Gebäude ist mit einem Rohrleitungssystem vernetzt. Die einzelnen Räume sind dabei in Zu- und Ablufträume unterteilt. So gehören Schlaf- und Wohnbereiche zu den Zulufträumen und Räume, in denen gerne Feuchtigkeit entsteht, wie Küche oder Badezimmer gehören zu den Ablufträumen. Verbrauchte Luft wird eingesogen und über das Rohrsystem zum Wärmetauscher transportiert, wo die Wärmerückgewinnung und der Luftaustausch stattfindet. Während die Abluft das System verlässt, wird gleichzeitig frische Luft von draußen eingesogen und mit der wieder gewonnen Wärme in die entsprechenden Räume geleitet. Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind in der Lage über 90 % der Wärme aus der Abluft zu gewinnen.